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Die Finanzmärkte stehen heute unter Druck. Neue US-Inflationsdaten schürten die Sorge vor einer Zinserhöhung durch die Federal Reserve, während auch die langfristigen US-Renditen erneut deutlich anziehen.
Vor allem Edelmetalle und Technologiewerte geraten unter Druck. Später am Abend steht mit den Quartalszahlen von Oracle ein weiterer wichtiger Stimmungstest für den KI-Sektor an.
Der Goldpreis ist um rund 1,2 Prozent auf 4.349 Dollar je Feinunze gefallen. Bei Silber fällt die Bewegung deutlich stärker aus: Das Edelmetall verliert etwa 5,5 Prozent und rutscht unter die Marke von 65 Dollar. Grund dafür sind höhere Anleiherenditen und ein stärkerer Dollar. Edelmetalle werfen selbst keine Zinsen ab und verlieren dadurch an Attraktivität.

Auch Aktien stehen unter Druck. Der Nasdaq verliert rund 0,9 Prozent, der S&P 500 gibt etwa 0,7 Prozent nach.
Im Technologiesektor stehen vor allem die Chipkonzerne im Fokus. Micron Technology fällt um rund 4 Prozent auf etwa 984 Dollar. Auch Nvidia gibt nach und notiert bei rund 217 Dollar.

Auch ASML verliert an der Amsterdamer Börse an Boden. Die Aktie notierte am Donnerstag bei rund 1.474 Euro, nach einem Schlusskurs von 1.497,60 Euro am Vortag. Das entspricht einem Rückgang von etwa 1,6 Prozent. Der AEX-Index gibt 0,8 Prozent ab.
Die Kursverluste passen in eine breitere Verkaufswelle bei Wachstumswerten. Besonders Unternehmen, die stark von künftigen Gewinnzuwächsen abhängig sind, reagieren empfindlich auf steigende Zinsen, weil zukünftige Cashflows bei höheren Zinsen weniger wert sind.
Auch Kryptowährungen geraten unter Druck. Bitcoin (BTC), die größte Kryptowährung, notiert bei rund 77.300 Dollar und liegt auf Sicht der vergangenen 24 Stunden etwa 2 Prozent im Minus. Ethereum (ETH) verliert 2,2 Prozent. In diesem Artikel finden Sie weitere Zahlen zum Kryptomarkt.
Die Unruhe setzte nach höher als erwartet ausgefallenen US-Erzeugerpreisen ein. Dadurch stieg die geschätzte Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der kommenden Fed-Sitzung von rund 62 auf 70 Prozent.
Zugleich näherte sich die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen der Marke von 4,9 Prozent, dem höchsten Stand seit 2023. Das belastet Technologiewerte und Gold, weil Staatsanleihen bei solchen Renditen attraktiver werden.
Finanzminister Scott Bessent versuchte, den Anleihemarkt zu beruhigen, indem er den Rückkauf langfristiger Staatsanleihen von 2 auf bis zu 6 Milliarden Dollar erhöhte. Anleger ließen sich davon kaum überzeugen. Sorgen über Inflation, Haushaltsdefizite und die steigende US-Staatsverschuldung lasten weiter auf dem Markt.
Möglicherweise ist die Volatilität an den Märkten noch nicht vorbei. Später am Abend richtet sich der Blick auf Oracle, das um 22.30 Uhr deutscher Zeit Quartalszahlen vorlegt. Im Fokus stehen vor allem das Wachstum der Oracle Cloud Infrastructure und der Ausblick für KI-Investitionen.
Starke Zahlen könnten das Vertrauen in die KI-Rally stützen, während eine Enttäuschung zusätzlichen Druck auf Techwerte wie Nvidia, Micron und ASML ausüben könnte. Laden Sie die Newsbit-App herunter und erhalten Sie sofort eine Benachrichtigung, sobald die Ergebnisse vorliegen.
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Oracle veröffentlicht um 22.30 Uhr Quartalszahlen, die zeigen sollen, ob sich die KI-Ausgaben auszahlen. Der Markt rechnet mit einer Kursbewegung von bis zu 11 Prozent.
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