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Der Konflikt um Iran scheint in eine neue Phase einzutreten. Die Huthi-Miliz aus Jemen gibt an, zwei Öltanker im Roten Meer angegriffen zu haben. Kurz zuvor hatte das britische UK Maritime Trade Operations Center gemeldet, ein Tanker sei vor der Küste Saudi-Arabiens getroffen worden. Der Angriff schürt neue Sorgen um die weltweite Ölversorgung, während die USA ihre Luftangriffe gegen Iran ausweiten.

Rotes Meer wird zum neuen Schauplatz

Das Rote Meer hat sich in den vergangenen Wochen zu einer wichtigen Ausweichroute für den globalen Ölhandel entwickelt. Wegen der anhaltenden Störungen in der Straße von Hormus wird ein größerer Teil der saudischen Ölexporte inzwischen über diese Route abgewickelt.

Nach Angaben der Huthi-Miliz waren zwei Öltanker das Ziel. Die von Iran unterstützte militante Gruppe hatte bereits über Monate Drohnen- und Raketenangriffe auf die Schifffahrt verübt, bis im Mai 2025 eine Waffenruhe vereinbart wurde. Mit dem neuen Angriff dürfte diese Waffenruhe endgültig hinfällig sein.

Die Finanzmärkte reagierten umgehend. Der Preis für Brent-Öl stieg um mehr als zwei Prozent auf über 96 Dollar je Barrel und erreichte damit den höchsten Stand seit Anfang Juni. Höhere Ölpreise könnten die Inflation erneut anheizen und die Weltwirtschaft zusätzlich belasten.

USA erhöhen den Druck auf Iran

Nahezu zeitgleich mit dem Angriff im Roten Meer teilte das US Central Command mit, in der zwölften Nacht in Folge Ziele in Iran bombardiert zu haben. Nach Angaben des US-Militärs wurden Lagerstätten für Raketen und Drohnen, Luftverteidigungssysteme sowie militärische Radaranlagen angegriffen.

Laut Axios setzte Washington dabei erstmals einen B-1-Langstreckenbomber gegen Ziele der iranischen Revolutionsgarde ein. Das würde eine weitere Eskalation der amerikanischen Militärkampagne bedeuten.

US-Präsident Donald Trump erklärte am Mittwoch, Iran werde „massiv getroffen“. Zugleich sei Teheran weiterhin nicht bereit, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Sie seien nicht bereit, eine Vereinbarung zu schließen, weil sie getroffene Absprachen immer wieder ändern wollten. Dadurch ändere sich am Ende alles.

Donald Trump

Trump bekräftigte zudem seine frühere Warnung, die USA würden iranische Infrastruktur, darunter Brücken und Kraftwerke, angreifen, falls Iran die internationale Schifffahrt weiter bedrohe.

Keine Aussicht auf Verhandlungen

Iran ließ über Staatsmedien mitteilen, ein Angriff auf wichtige Infrastruktur werde mit Attacken auf Energieanlagen und andere amerikanische Interessen in der Region beantwortet.

Diplomatische Bemühungen scheinen derweil kaum noch Wirkung zu zeigen. Ein Besuch des iranischen Innenministers in Pakistan, einem der wichtigsten Vermittler in dem Konflikt, brachte keinen erkennbaren Durchbruch.

Nach Angaben eines Sprechers des iranischen Außenministeriums gibt es derzeit keine echten Verhandlungen, sondern lediglich einen Austausch von Botschaften.

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