Gold und Silber verzeichnen heute nach einer schwierigen Phase für die Edelmetalle einen deutlichen Anstieg. Normalerweise profitieren sie in Zeiten von Krieg und Unsicherheit, doch der Konflikt zwischen den USA und Iran hat den Markt durcheinandergebracht. Nun wächst die Hoffnung auf Frieden, was den Edelmetallen erneut Aufwind verleiht.
Deutlicher Anstieg nach Wochen der Verluste
Der Goldpreis ist heute bereits um über 4 Prozent auf 4.602 Dollar pro Feinunze (etwas mehr als 31 Gramm) gestiegen. Aktuell liegt der Kurs bei 4.547 Dollar.

Silber hat um 4,75 Prozent zugelegt und erreichte einen Höchststand von 74,55 Dollar, aktuell wird es für 73,09 Dollar gehandelt.

Treibende Kraft hinter der Erholung: zunehmender Optimismus, dass der Konflikt zwischen den USA und Iran sich dem Ende zuneigt.
In der vergangenen Woche erlebte Gold den größten wöchentlichen Rückgang seit über vierzig Jahren, mit einem Verlust von mehr als 10 Prozent. Damit fiel das Edelmetall offiziell in einen Bärenmarkt, da es seit dem Höchststand von fast 5.600 Dollar Ende Januar über 20 Prozent verloren hat. In diesem Artikel erfahren Sie, warum das gute Nachrichten für Bitcoin (BTC) sein könnte.
Silber zeigt sich noch volatiler und liegt nun mehr als 40 Prozent unter seinem Höchstkurs.
Friedensplan auf dem Tisch
Gestern Abend wurde bekannt, dass die Vereinigten Staaten einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges vorgelegt haben.
Der Vorschlag ähnelt stark den Forderungen, die die USA zuvor bei den Nukleargesprächen in Genf stellten, kurz vor dem Ausbruch des Krieges.
Der Plan fordert, dass Iran seinen gesamten Vorrat an hoch angereichertem Uran abgibt und die Urananreicherung im Land einstellt. Gesandter Steve Witkoff hat Trump mitgeteilt, dass Iran zugestimmt hat. Für Trump geht es letztlich darum, dass Iran niemals eine Atomwaffe erlangt, und laut dem Präsidenten ist dies nun vom Tisch.
Der Rückgang der vergangenen Wochen wurde durch steigende Anleiherenditen und einen starken Dollar angetrieben. Der Krieg treibt die Ölpreise in die Höhe, was die Inflation anheizt und Zentralbanken zwingt, die Zinsen hoch zu halten. Da Gold selbst keine Zinsen abwirft, verliert es an Attraktivität, wenn Anleihen mehr einbringen.
Ein Ende des Krieges könnte die Ölpreise senken, Zinsanpassungen ermöglichen und den Druck auf die Anleihenrenditen reduzieren. Investoren scheinen bereits vorsichtig darauf zu reagieren, was sich auch im steigenden Bitcoin-Kurs zeigt.
Trump sorgte am Montag für Erleichterung, indem er in sozialen Medien schrieb, dass die USA und Iran „produktive Gespräche“ über „eine vollständige und totale Lösung“ geführt hätten. Er kündigte an, dass die USA fünf Tage lang auf Angriffe gegen Energie-Infrastruktur verzichten würden. Iran bestritt zunächst jeglichen Kontakt, gab jedoch gestern zu, dass es doch Gespräche gab und dass Teheran bereit sei, „nachhaltigen“ Vorschlägen zuzuhören.
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