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Die asiatischen Aktienmärkte sind am Montag uneinheitlich in die neue Handelswoche gestartet. Besonders stark geriet die Börse in Südkorea unter Druck. Der Kospi verlor zur Eröffnung mehr als 5 Prozent, der Kosdaq gab um 1,67 Prozent nach.
Auch Japan stand unter Druck: Der Nikkei 225 fiel um 1,43 Prozent, der breiter gefasste Topix verlor 1,45 Prozent. Die australische Börse eröffnete ebenfalls schwächer.
Der schwache Auftakt folgt auf eine außergewöhnlich volatile Handelswoche, in der KI-Aktien zunächst kräftig einbrachen und anschließend deutlich zulegten. Am Montag nahmen viele Anleger Gewinne mit.
Die stärkste Gegenbewegung zeigte sich erneut in Südkorea. SK Hynix verlor mehr als 7 Prozent, auch Samsung Electronics gab in ähnlicher Größenordnung nach. Am Freitag hatten beide Aktien noch ihren besten Handelstag überhaupt verzeichnet, mit Kursanstiegen von mehr als 20 Prozent.

Das sagt viel über die aktuelle Verfassung des KI-Trades aus. Die zugrunde liegende Nachfrage nach KI-Chips und Speicher bleibt hoch, doch die Kursbewegungen sind extrem geworden. Anleger reagieren empfindlich auf jedes Signal zu Cloud-Wachstum, Investitionsausgaben, Konkurrenz aus China und Bewertungen.
Auch TSMC stand unter Druck und verlor 2,06 Prozent. In Japan fiel das Bild gemischt aus. Advantest und Tokyo Electron gaben nach, während Disco, Lasertec und Renesas zulegten. SoftBank gewann 1,43 Prozent und zeigte sich damit als breiter KI-Proxy vergleichsweise robust.

Hongkong hielt sich besser als der übrige asiatische Markt. Der Hang-Seng-Index stieg, gestützt von Technologiewerten. Alibaba gewann 6 Prozent, nachdem der Konzern sein neuestes KI-Modell Qwen3.8-Max angekündigt hatte.

Wichtig ist dabei, dass Alibaba in der kommenden Woche die Open Weights des Modells veröffentlichen will. Entwickler können das Modell damit herunterladen und lokal ausführen.
Das fügt sich in den breiteren chinesischen KI-Wettlauf ein. Auch DeepSeek brachte am Freitag ein neues V4-Flash-Modell in der Beta-Version auf den Markt. Damit nimmt der Wettbewerb zwischen chinesischen KI-Unternehmen weiter zu, während Anleger erneut versuchen einzuschätzen, welche Firmen tatsächlich vom KI-Boom profitieren können.
Baidu legte ebenfalls zu und gewann im frühen Handel 2,8 Prozent.
Neben KI spielten auch Fusionen und Übernahmen eine Rolle. SK Inc verlor 4 Prozent, nachdem Doosan mitgeteilt hatte, einen Anteil von 70,61 Prozent an SK Siltron für 2,3 Billionen Won zu übernehmen, umgerechnet rund 1,7 Milliarden Dollar.
SK Siltron stellt Chipwafer her und ist damit ein wichtiger Akteur in der Halbleiter-Lieferkette. Doosan legte dagegen um 6 Prozent zu. Citi wertete den Deal positiv für Doosan, unter anderem weil der Übernahmepreis niedriger ausfiel als erwartet.
In Japan verlor Toyota mehr als 5 Prozent. Analysten erwarten, dass der größte Autohersteller der Welt zum fünften Quartal in Folge einen Rückgang des operativen Gewinns ausweist. Höhere Kosten und schwächere Autoverkäufe belasten das Ergebnis.
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