Europäischer Gaspreis steigt erneut stark aufgrund der Eskalation des Nahostkonflikts. Störungen in der Schifffahrt und ein Stopp der LNG-Exporte setzen die Energiemärkte unter Druck. Anleger bereiten sich auf Monate der Unsicherheit hinsichtlich der weltweiten Energieversorgung vor.
Europäische Gas-Futures stiegen am Mittwoch den zweiten Tag in Folge. Auf dem Höhepunkt kletterte der Preis um 7,7 Prozent auf 51,67 Euro pro Megawattstunde.
Neue Störungen im Persischen Golf
Die Spannungen auf dem Energiemarkt haben sich in der Nacht weiter verstärkt. Zwei Öltanker wurden in irakischen Gewässern getroffen und das wichtigste Öl-Exportterminal Omans wurde evakuiert.
Die Auswirkungen beschränken sich nicht nur auf Öl. Auch der Gasmarkt steht unter erheblichem Druck.
Das größte LNG-Exportkomplex der Welt, Ras Laffan in Katar, ist seit letzter Woche stillgelegt. Gleichzeitig wurde der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus gestoppt. Diese Route ist entscheidend für den Energietransport.
Aufgrund der Störungen ist schätzungsweise etwa zwanzig Prozent des weltweiten LNG-Angebots vorübergehend ausgefallen. Dies führt zu starken Preisanstiegen auf den Gasmärkten in Europa und Asien.
Morgan Stanley hebt Gaspreisprognose an
Aufgrund der neuen Situation hat Morgan Stanley seine Prognosen für den europäischen Gaspreis nach oben korrigiert.
Laut der Bank muss Europa diesen Sommer große Mengen LNG importieren, um die Gasreserven wieder aufzufüllen, die im Winter stark geschrumpft sind.
Morgan Stanley geht vorerst davon aus, dass die LNG-Produktion in Katar mindestens einen Monat stillgelegt bleibt. Dadurch verschwindet der weltweit erwartete Gasüberschuss für 2026.
Indessen bereiten sich asiatische Käufer bereits auf zusätzliche LNG-Käufe in den kommenden Monaten vor. Dies verknappt den internationalen Markt weiter.
Freigabe von Ölreserven beruhigt Markt nicht
Donald Trump erklärte am Mittwoch, dass die massenhafte Freigabe strategischer Ölreserven den Druck auf die Energiemärkte lindern soll. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat der Freigabe großer Ölmengen zugestimmt.
Die Vereinigten Staaten wollen unterdessen ihre militärische Kampagne gegen den Iran fortsetzen.
Diese Kombination von Maßnahmen hat die Märkte jedoch kaum beruhigt. Anleger rechnen weiterhin mit einer langfristigen Störung der Energieversorgung.
KI-Fonds wollen bis zu 7 Milliarden in US-Börsengang von SK Hynix investieren
Der viel beachtete Leopold Aschenbrenner setzt mit seinem KI-Fonds groß auf den US-Börsengang des asiatischen Konzerns SK Hynix.
Neue Phase im Ukraine-Krieg rückt den Konflikt zurück in den Fokus der Märkte
Der Ukraine-Krieg rückt wieder stärker in den Vordergrund. Zugleich zeichnet sich eine neue Phase des Konflikts ab. Das ist jetzt wichtig.
Samsung mit Rekordgewinn – Aktie bricht um 7 Prozent ein
Samsung hat starke Zahlen vorgelegt, dennoch verlor die Aktie mehr als 7 Prozent. Wenden sich Anleger vorerst vom KI-Hype ab?
Meist gelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
Warum der November 2026 für Ripple und XRP bedeutend sein könnte
Eine neue SWIFT-Aktualisierung im November 2026 und ein Konzept eines ehemaligen SWIFT-Veteranen nähren die Spekulationen über eine Rolle von XRP.
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
