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Die US-Notenbank hat den Leitzins heute um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Die wichtigste Zinsspanne liegt damit nun bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Der Schritt kam nicht überraschend. An den Finanzmärkten war eine Zinserhöhung bereits weitgehend eingepreist.
Der Fokus richtet sich damit unmittelbar auf Fed-Chef Kevin Warsh. Anleger wollen vor allem wissen, ob es sich um einen einmaligen Schritt handelt oder um den Auftakt einer längeren Serie von Zinserhöhungen. Das könnte erhebliche Folgen für Aktien, Anleihen und den Kryptomarkt haben.
Vor der Zinsentscheidung lag der US-Leitzins seit Ende 2025 in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Anschließend hatte die Fed den Zins monatelang unverändert gelassen. Die effektive Federal Funds Rate lag in dieser Woche noch bei 3,63 Prozent.
Die Notenbank entscheidet sich nun für eine Anhebung um 0,25 Prozentpunkte. Damit will die Fed den anhaltenden Inflationsdruck weiter bremsen. Höhere Zinsen verteuern Kredite für Verbraucher und Unternehmen, wodurch die Nachfrage in der Wirtschaft nachlassen kann.
Die Zinserhöhung kommt zudem zu einem heiklen Zeitpunkt. Die US-Wirtschaft steht unter dem Druck hoher Energiepreise, zugleich bleibt die Inflation hartnäckig. Die Fed hatte bereits Anfang des Jahres gewarnt, dass höhere Energiepreise die Inflation kurzfristig weiter antreiben könnten.
Die Zinserhöhung selbst war weitgehend erwartet worden. Für Anleger zählt daher nun vor allem, welche Botschaft Kevin Warsh auf seiner Pressekonferenz sendet.
Die zentrale Frage lautet, ob die Fed Spielraum für weitere Zinserhöhungen sieht. Ein klares Signal, dass die Zinsen in den kommenden Monaten erneut steigen könnten, dürfte neuen Druck auf die Finanzmärkte ausüben. Betont Warsh dagegen, dass künftige Entscheidungen vollständig von neuen Konjunkturdaten abhängen, könnte das für mehr Ruhe sorgen.
Wichtig bleiben dabei auch die langfristigen US-Renditen. Vor der Zinsentscheidung lag die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bei rund fünf Prozent. Die Rendite dreißigjähriger Anleihen lag sogar über 5,3 Prozent. Damit sind die Finanzierungskosten für den amerikanischen Staat und die Wirtschaft bereits deutlich gestiegen.
Für Bitcoin (BTC) und andere risikoreiche Anlagen ist vor allem der weitere Kurs der Geldpolitik entscheidend. Höhere Zinsen machen sichere Anlagen wie US-Staatsanleihen attraktiver. Zugleich verteuert sich Kapital, was Aktien und Kryptowährungen belasten kann.
Eine einzelne Zinserhöhung muss daher nicht zwangsläufig größere Kursbewegungen auslösen, zumal Anleger den Schritt bereits weitgehend erwartet hatten. Der Ton von Warsh und die Erwartungen an die nächsten Fed-Sitzungen könnten für den Bitcoin-Kurs und die Wall Street am Ende wichtiger werden als die heutige Anhebung selbst.
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