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Das dürfte kaum jemandem entgangen sein. Gestern Abend ist der Kryptomarkt stark angesprungen. Bitcoin (BTC) liegt gut 10 Prozent im Plus und notiert nahe 70.000 Dollar. Ethereum (ETH) entwickelt sich allerdings deutlich besser.
Der zweitgrößte Coin liegt fast 18 Prozent im Plus und notiert aktuell bei rund 2.260 Dollar. Newsbit-Chartanalyst Erik Juffermans ordnet die Lage ein.
Stärke bei Ethereum ist ein gutes Signal für den Kryptomarkt. Wenn ETH steigt, ziehen häufig auch andere Altcoins mit. Ein starker ETH-Kurs ist daher nicht nur ein Gradmesser für Ethereum selbst, sondern für den gesamten Markt.
Ein Kursanstieg von fast 20 Prozent innerhalb eines Tages ist deshalb ein Signal, das man nicht ignorieren sollte. Gerade nach einem langen Bärenmarkt könnte er den Auftakt zu einer neuen Wachstumsphase markieren.
Im Chart ist die aktuelle Handelsspanne zu sehen, in der sich ETH in den vergangenen Monaten bewegt hat: eine Untergrenze um 1.500 Dollar und eine Obergrenze um 2.400 Dollar. Daran hat sich laut Juffermans nichts geändert.

In seiner vorherigen Analyse hatte er bereits mit einem Anstieg gerechnet. Damals bewegte sich der ETH-Kurs noch innerhalb der symmetrischen Dreiecksformation rund um deren Mittelpunkt. Der Anstieg kam deutlich schneller und heftiger als erwartet. Am technischen Bild ändert das grundsätzlich jedoch nichts.
Die Zone um 2.400 Dollar bleibt der Widerstand des Bärenmarkts. Wird dieses Niveau überwunden, lässt sich laut Juffermans festhalten, dass der Bärenmarkt vorbei ist. Zumindest bei Ethereum.
Der aktuelle Anstieg ist dennoch ein sehr starkes positives Signal. Entscheidend ist nun, wie der Kurs in den kommenden Tagen reagiert. Ein weiterer Anstieg oder eine Konsolidierung wäre konstruktiv. Ein schneller Durchbruch des Widerstands um 2.400 Dollar ist kurzfristig aber keineswegs garantiert. Das kann etwas Zeit brauchen.

Bislang notiert der Kurs allerdings weiterhin unter dieser Marke. Deshalb bleibt auch das negative Szenario einer Abweisung an dieser Widerstandszone bestehen. Ein Rücklauf auf 2.000 Dollar ist in nächster Zeit ebenfalls möglich.
Juffermans geht deshalb nüchtern Marke für Marke vor. Sollte der Kurs auch 2.400 Dollar überwinden, liegt der nächste Widerstand bei 2.800 Dollar.
Bleibt noch der ETH/BTC-Chart, der den Wert von ETH im Verhältnis zu BTC abbildet. Er gilt als wichtiger Gradmesser für den gesamten Markt. Phasen, in denen ETH besser abschneidet als BTC, sind häufig Wachstumsphasen am Markt.

Mit dem aktuellen Anstieg hat ETH gegenüber BTC ein neues Widerstandsniveau überwunden. Damit setzt sich der Wochentrend fort, zugleich wurde ein höheres Hoch markiert. Die positive Marktstruktur ist damit zurück.
Vor allem im Monatschart zeigt sich eine Entwicklung, auf die der Markt seit fünf Jahren wartet. Eine seit fünf Jahren bestehende Abwärtstrendlinie wurde durchbrochen. Allerdings dauert es noch elf Tage bis zum Schluss der Monatskerze.
0,042 ist das erste Kursziel. Sollte der Kurs in elf Tagen jedoch günstig schließen, rückt als langfristiges Ziel der Bereich um die Hochs von 2022 bei 0,08 in den Fokus.

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