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Donald Trump steht häufig in der Kritik. Sein neues Anlagekonto für Kinder hält Erik Mauritz von De Beursfluisteraar jedoch für eine bemerkenswert gute Idee. Amerikanische Kinder erhalten über das Programm 1.000 Dollar, die in Aktienfonds investiert werden.
Mauritz fordert, Europa solle ein ähnliches Modell einführen. Kinder würden dadurch nicht nur früh lernen, wie Geldanlage funktioniert. Aus seiner Sicht könnte ein solches Programm auch helfen, Vermögensungleichheit und künftige Rentenlücken zu verringern.
Amerikanische Kinder, die zwischen dem 1. Januar 2025 und dem 31. Dezember 2028 geboren wurden, erhalten einmalig 1.000 Dollar vom Staat. Der Betrag wird über sogenannte Trump Accounts in amerikanische Aktien investiert.
Eltern dürfen pro Jahr bis zu 5.000 Dollar zusätzlich einzahlen. Sobald das Kind 18 Jahre alt wird, wird das Konto in ein reguläres Rentenkonto umgewandelt. Bis zur späteren Auszahlung fallen auf die erzielten Erträge keine Steuern an.
„An Trump gibt es vieles zu kritisieren, doch diese Idee halte ich für ausgesprochen sinnvoll“, schreibt Erik Mauritz von De Beursfluisteraar.
Wie hoch der Betrag am Ende ausfällt, hängt vollständig von der Entwicklung des amerikanischen Aktienmarkts ab. Die offizielle Website der Trump Accounts rechnet mit einer durchschnittlichen Rendite von zehn Prozent pro Jahr.
In diesem optimistischen Szenario würden aus den anfänglichen 1.000 Dollar ohne weitere Einzahlungen rund 6.000 Dollar, wenn das Kind 18 Jahre alt wird. Im Alter von 55 Jahren läge der Betrag dieser Rechnung zufolge bei etwa 243.000 Dollar.
Bei einer niedrigeren durchschnittlichen Rendite von sieben Prozent blieben nach 18 Jahren rund 3.380 Dollar übrig. Zahlen die Eltern jedes Jahr 5.000 Dollar zusätzlich ein, könnte der Betrag bis zum 18. Geburtstag auf etwa 173.400 Dollar steigen.
Bleibt dieses Geld anschließend investiert und liegt die Rendite im Schnitt bei sieben Prozent, könnte das Konto im Alter von 67 Jahren theoretisch rund 4,77 Millionen Dollar wert sein. Inflation, Steuern und schwache Börsenjahre können diesen Betrag allerdings deutlich verringern. Auch Verluste bleiben möglich.
Für Mauritz ist der mögliche Endbetrag nicht einmal der wichtigste Vorteil. Kinder kommen durch das Programm früh mit Geldanlage, Aktienfonds und dem Zinseszinseffekt in Berührung.
Das gilt auch für Kinder aus Familien, in denen Geldanlage normalerweise kaum eine Rolle spielt. Sie beginnen dadurch nicht erst später im Leben mit dem Vermögensaufbau.
Das Geld wird standardmäßig in einen kostengünstigen Fonds investiert, der den breiten amerikanischen Aktienmarkt abbildet. Die jährlichen Kosten liegen bei lediglich 0,02 Prozent. Dadurch bleibt ein größerer Teil der Rendite beim Kind selbst.
Mauritz sieht darin einen wichtigen Unterschied zu teuren Investmentfonds, bei denen hohe Gebühren das Ergebnis über Jahre belasten können.
Mauritz fragt sich, warum Europa kein vergleichbares Programm auflegt. Jedes europäische Kind könnte seiner Ansicht nach 1.000 Euro erhalten, um in einen speziellen europäischen Aktienfonds zu investieren.
Dieser Fonds könnte aus mehreren Hundert europäischen Unternehmen bestehen. Die Streuung müsste breit genug sein, um aus jedem europäischen Land mehrere Unternehmen aufzunehmen. Auch die Kosten sollten aus seiner Sicht niedrig bleiben.
Familienmitglieder und Freunde dürften jährlich zusätzlich Geld einzahlen. In allen europäischen Ländern sollten anschließend dieselben Regeln gelten. Steuern würden erst fällig, wenn das Geld tatsächlich ausgezahlt wird.
Ein solches System könnte nach Einschätzung von Mauritz mehrere Probleme gleichzeitig adressieren. Es würde europäischen Unternehmen zusätzliches Kapital verschaffen, die Rentenlücke verkleinern und auch Kindern aus weniger vermögenden Familien die Chance geben, Vermögen aufzubauen.
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