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Anleger in Bitcoin (BTC), XRP und andere Kryptowährungen stehen vor einer ereignisreichen Woche. Der Bitcoin-Kurs steht unter Druck, während aus den USA wichtige Entscheidungen und Signale zu Zinsen und Kryptoregulierung erwartet werden. Auch Europa, Großbritannien und China legen Konjunkturdaten vor, die die Finanzmärkte bewegen könnten.

Besonders der Mittwoch rückt in den Fokus. Das Weiße Haus bringt führende Vertreter der Kryptobranche zusammen. Wenige Stunden später veröffentlicht die US-Notenbank das Protokoll ihrer jüngsten Zinssitzung. Für Bitcoin und XRP könnte es damit einer der wichtigsten Tage im August werden.

TagWichtigster TerminWarum wichtig?
Montag, 17. AugustKonjunkturdaten aus China, Inflationsdaten aus KanadaErste Signale für die Stimmung an den Weltmärkten
Dienstag, 18. AugustBritischer Arbeitsmarkt und deutscher ZEW-IndexWichtig für Pfund, Euro und europäische Märkte
Mittwoch, 19. AugustKryptotreffen im Weißen HausTrump und Kryptobranche beraten über US-Regulierung
Mittwoch, 19. AugustFed veröffentlicht Protokoll der ZinssitzungKann Bitcoin, Dollar, Aktien und Zinserwartungen bewegen
Mittwoch, 19. AugustBritische Verbraucherpreise und endgültige Inflationsdaten der EurozoneWichtig für die europäischen Zinserwartungen
Donnerstag, 20. AugustCFTC Innovation Advisory CommitteeRipple und Coinbase beraten über US-Kryptoregeln mit
Donnerstag, 20. AugustUS-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und Zinsentscheid der RiksbankNeue Signale zu Konjunktur und Zinsen
Freitag, 21. AugustPMI-Daten aus Deutschland, der Eurozone, Großbritannien und den USASchneller Gradmesser für das Wirtschaftswachstum

Trump holt Kryptobranche ins Weiße Haus

Der wichtigste Tag für Kryptoanleger dürfte der Mittwoch werden. Präsident Donald Trump wird bei einem Treffen im Weißen Haus mit Führungskräften aus der Krypto-, Finanz- und Technologiebranche erwartet. Genannt werden unter anderem Vertreter von Ripple, Coinbase, Chainlink, Paradigm, a16z, Kalshi, CME Group und Nasdaq.

Auch SEC-Vorsitzender Paul Atkins und Vertreter der US-Aufsicht CFTC sind eingebunden. Bei dem Treffen geht es um Innovation und die künftigen Regeln für neue Finanztechnologien.

Für XRP könnte die Beratung besondere Bedeutung haben. In Washington wird weiterhin an klareren Regeln gearbeitet, die festlegen sollen, wie verschiedene digitale Vermögenswerte behandelt werden. Dabei spielt auch der Clarity Act eine wichtige Rolle. Die Aussichten für dieses Gesetz haben sich zuletzt eingetrübt, was die Stimmung am Kryptomarkt zusätzlich belastete.

Auch für europäische Anleger ist die US-Regulierung relevant. Mehr Klarheit könnte amerikanischen Finanzinstituten größeren Spielraum geben, in den Kryptomarkt einzusteigen. Das könnte sich letztlich auf die globale Liquidität, ETF-Zuflüsse und das Vertrauen in digitale Währungen auswirken.

Am Donnerstag folgt direkt der nächste Termin zu diesem Thema. Dann tritt das neue Innovation Advisory Committee der CFTC erstmals zusammen. Vertreten sind unter anderem Ripple, Coinbase, CME und Nasdaq. Das Gremium befasst sich unter anderem mit Kryptoregulierung, digitalen Rohstoffen und Prognosemärkten.

Die Gespräche fallen in eine heikle Phase. Die SEC verschob zuletzt eine geplante Ausnahmeregelung für Tokenisierungsprojekte. Damit bleibt unklar, wann Blockchain-Unternehmen mehr Spielraum für neue Finanzprodukte erhalten.

Fed kann Bitcoin-Kurs am Mittwoch erneut bewegen

Neben dem Kryptotreffen richtet sich der Blick am Mittwoch auf die Federal Reserve. Die US-Notenbank veröffentlicht das Protokoll ihrer Zinssitzung vom Juli. Der Leitzins blieb damals unverändert.

Das Protokoll kann genauere Hinweise auf die Debatte innerhalb der Fed geben, vor allem darauf, wie die Notenbanker Inflation und künftige Zinsänderungen einschätzen. Das ist unmittelbar relevant für riskante Anlagen wie ⁠Bitcoin, Ethereum (ETH) und XRP.

Niedrigere Zinserwartungen können sich positiv auf Krypto und Aktien auswirken, weil die finanziellen Bedingungen dadurch lockerer werden könnten. Eine restriktivere Botschaft würde dagegen US-Renditen und den Dollar stützen. Das könnte den Kryptomarkt erneut unter Druck setzen.

Bitcoin startet zudem aus einer anfälligen Position in die Woche. BTC notiert um 63.000 Dollar und hat in der vergangenen Woche rund drei Prozent verloren. Damit blieb der Coin deutlich hinter US-Aktien zurück.

Eine wichtige technische Marke liegt bei rund 63.220 Dollar. Ein Wochenschlusskurs unterhalb dieser Schwelle könnte bedeuten, dass frühere Unterstützung zu Widerstand wird. Darunter richtet sich der Blick vor allem auf die Zone zwischen 62.000 und 62.500 Dollar. Bricht diese Unterstützung, rückt laut der vorliegenden technischen Analyse der Bereich zwischen 57.700 und 60.000 Dollar in den Fokus.

Auf der Oberseite muss BTC zunächst wieder über 65.000 bis 65.500 Dollar steigen. Danach liegen mögliche Widerstände bei 66.900 bis 67.300 Dollar.

Die jüngste Schwäche scheint nicht allein auf das breitere Marktumfeld zurückzugehen. US-Aktien zeigten sich dagegen robust. Gleichzeitig gingen die ETF-Zuflüsse in Bitcoin zurück. Auch der gemeldete Verkauf von 1.690 BTC im Wert von rund 108,6 Millionen Dollar durch ⁠Strategy brachte zusätzliches Angebot an den Markt.

Inflations- und Wachstumsdaten können die Stimmung prägen

Auch außerhalb der USA ist der Kalender gut gefüllt. Der Montag beginnt mit chinesischen Daten zur Industrieproduktion, zu Einzelhandelsumsätzen und Investitionen. China bleibt für die Weltwirtschaft wichtig. Größere Überraschungen können daher Aktien, Rohstoffe und letztlich auch die Stimmung rund um Krypto beeinflussen.

Später am Montag werden zudem die kanadischen Inflationsdaten veröffentlicht. Am Dienstag verlagert sich die Aufmerksamkeit nach Europa. Großbritannien legt Arbeitsmarktdaten vor, während der ZEW-Index in Deutschland Einblick in das Vertrauen von Anlegern und Analysten gibt.

Der Mittwoch wird auch außerhalb der USA zum dichtesten Handelstag. Großbritannien veröffentlicht seine Inflationszahlen für Juli, die Eurozone legt die endgültigen Inflationsdaten vor. Die Zahlen können die Erwartungen an die künftige Geldpolitik beeinflussen und damit Euro und britisches Pfund bewegen.

Am Donnerstag folgt der Zinsentscheid der schwedischen Riksbank. Für Kryptoanleger ist das kein entscheidendes Ereignis, die Entscheidung kann aber Hinweise darauf geben, in welche Richtung sich die Zinsen in Nordeuropa bewegen.

Am Freitag folgt eine breite Reihe vorläufiger PMI-Daten. Deutschland, die Eurozone, Großbritannien und die USA liefern damit ein erstes Bild der wirtschaftlichen Aktivität im August. Anleger nutzen diese Zahlen als schnellen Konjunkturindikator.

Für den Kryptomarkt entsteht daraus ein schwieriger Zielkonflikt. Starke Konjunkturdaten können das Vertrauen in die Wirtschaft stärken, zugleich aber die Notwendigkeit von Zinssenkungen verringern. Schwache Daten erhöhen dagegen die Sorgen über das Wachstum, können aber gleichzeitig die Erwartungen an eine lockerere Geldpolitik stärken.

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