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Der Bitcoin-Kurs ist am Montag erneut unter Druck geraten. Bitcoin (BTC) fiel auf rund 82.600 Dollar und gab damit einen Teil der kräftigen Gewinne der vergangenen Wochen wieder ab.

Der Rücksetzer kommt in einer angespannten Marktphase. Höhere Ölpreise, steigende Zinsen und neue Spannungen um Iran machen Anleger vorsichtiger. Auch Ethereum und Solana gerieten unter Druck.

Bitcoin verliert nach starker Rally an Boden

Bitcoin gab am Montag um rund 2,5 Prozent nach. Auch andere große Coins standen unter Druck. Ethereum (ETH) verlor bis zu 2,7 Prozent, Solana (SOL) fiel um etwa 5,1 Prozent.

Der Rückgang folgt auf eine starke Phase. In der vergangenen Woche war Bitcoin noch über 87.000 Dollar gestiegen und hatte damit den höchsten Stand seit Januar erreicht.

Seit dem 19. August ist der Bitcoin-Kurs um rund 28 Prozent gestiegen. Im dritten Quartal liegt das Plus sogar bei mehr als 40 Prozent.

Dennoch notiert BTC weiterhin deutlich unter dem Rekordhoch von mehr als 126.000 Dollar, das im Oktober vergangenen Jahres erreicht wurde.

Grafik des Bitcoin-Kurses in den vergangenen 24 Stunden, gefallen von etwa 84.900 auf 82.736 US-Dollar

Öl und Zinsen belasten riskante Märkte

Die Schwäche am Kryptomarkt fällt mit deutlichen Verlusten bei Aktien, Edelmetallen und Anleihen zusammen.

Präsident Donald Trump lehnte den jüngsten iranischen Vorschlag zur Straße von Hormus ab. Zugleich stieg der Ölpreis weiter. Das schürt die Sorge, dass höhere Energiekosten die Inflation länger hoch halten.

Hinzu kommt die Zinspolitik der Federal Reserve. Die Notenbank hatte den Leitzins Anfang des Monats angehoben, inzwischen rechnen Anleger wieder mit einer möglichen weiteren Erhöhung im Oktober.

Für riskante Anlagen ist das ungünstig. Höhere Anleiherenditen machen Staatsanleihen attraktiver, während Bitcoin selbst keine Zinsen abwirft.

Damien Loh von Ericsenz Capital zufolge dürfte Bitcoin daher ein günstigeres makroökonomisches Umfeld brauchen, um die Höchststände von 2026 erneut anzugreifen.

ETFs ziehen dagegen Milliarden an

Dem makroökonomischen Gegenwind steht eine deutliche Belebung der Nachfrage nach US-Spot-ETFs gegenüber.

In der Woche bis zum 25. September flossen rund 2,4 Milliarden Dollar in US-Bitcoin-ETFs. Das war der höchste wöchentliche Zufluss seit Oktober vergangenen Jahres.

Diese Erholung hat die Fonds für 2026 sogar wieder ins Plus gebracht. Ende Juli hatte noch ein Nettoabfluss von mehr als 5 Milliarden Dollar zu Buche gestanden. Seitdem wurde dieser Rückstand vollständig aufgeholt, gemeinsam nähern sich die ETFs für dieses Jahr einem Nettozufluss von 1 Milliarde Dollar.

Richard Galvin vom Kryptoinvestor DACM sieht den jüngsten Rückgang daher nicht unmittelbar als Ende der Rally. Eine gewisse Schwäche sei nach dem kräftigen Anstieg der vergangenen Wochen nachvollziehbar.

Für Bitcoin ergibt sich damit ein klarer Gegensatz. Die institutionelle Nachfrage über ETFs zieht kräftig an, während das makroökonomische Umfeld durch höhere Ölpreise, steigende Anleiherenditen und Unsicherheit über die Zinspolitik der Fed schwieriger wird.

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