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Millionär zu werden klingt für die meisten Menschen nach einem Ziel, das nur einer kleinen Minderheit vorbehalten ist. Doch ein anderes Finanzvermögen ist weltweit noch deutlich exklusiver.

Nach neuen Schätzungen des Bitcoin-Unternehmens River besitzen nur rund 825.000 Menschen mindestens einen ganzen ⁠Bitcoin (BTC). Damit ist diese Gruppe etwa siebzigmal kleiner als die Zahl der Millionäre weltweit.

Die Zahlen zeigen vor allem, wie knapp ein ganzer BTC inzwischen geworden ist. Während es weltweit schätzungsweise 57,5 Millionen Millionäre gibt, erreicht nur etwa einer von 10.000 Menschen den sogenannten Wholecoiner-Status.

Nur 825.000 Menschen besitzen mindestens einen Bitcoin

Die genaue Zahl der Bitcoin-Besitzer lässt sich nicht direkt aus der Blockchain ablesen. Die Blockchain erfasst Adressen, aber keine Personen. Ein Anleger kann mehrere Adressen nutzen. Umgekehrt kann eine Adresse einer Kryptobörse Bitcoin enthalten, die tatsächlich Millionen unterschiedlichen Kunden gehören.

River versuchte, diese Verzerrungen herauszurechnen. Auf der Blockchain finden sich rund 972.000 Adressen, auf denen mindestens ein BTC liegt. Darunter befinden sich jedoch auch Reserven von Unternehmen, Staaten, börsennotierten Fonds und Kryptobörsen.

Nach entsprechenden Korrekturen schätzt River, dass weltweit rund 825.000 Menschen mindestens einen ganzen Bitcoin besitzen. Das Unternehmen betont, dass es sich um eine Schätzung handelt. Eine plausible Spanne liegt River zufolge zwischen 600.000 und einer Million Menschen.

Setzt man diese Zahl ins Verhältnis zu den geschätzt 57,5 Millionen Millionären weltweit, ergibt sich ein auffälliger Unterschied. Auf jede Person mit mindestens einem BTC kommen etwa siebzig Millionäre.

River schätzt, dass weltweit etwa einer von 10.000 Menschen einen ganzen Bitcoin besitzt. Bei Millionären liegt dieses Verhältnis bei rund eins zu 143.

Innerhalb der Gruppe der Bitcoin-Besitzer nimmt die Exklusivität mit steigendem Bestand schnell zu. Schätzungsweise rund 75.000 Menschen halten zwischen 10 und 100 BTC. Etwa 8.000 Menschen dürften zwischen 100 und 1.000 BTC besitzen. Nur rund 800 Personen fallen der Berechnung zufolge in die Kategorie von 1.000 bis 10.000 BTC.

Ganz oben steht ⁠Satoshi Nakamoto. River ordnet den mysteriösen Erfinder von Bitcoin als einzige Person der Kategorie mit mehr als 100.000 BTC zu.

Die Knappheit von BTC wird immer sichtbarer

Der große Unterschied zu Millionären liegt in der maximalen Menge an Bitcoin. Mehr als 21 Millionen BTC kann es nie geben. Inzwischen wurden davon rund 20,1 Millionen Coins geschürft.

Für die Zahl der Millionäre gibt es eine solche harte Obergrenze nicht. Wenn Aktien, Immobilien und andere Vermögenswerte im Wert steigen, können jedes Jahr Millionen Menschen die Marke von einer Million Dollar überschreiten. Bei Bitcoin ist das anders. Selbst im theoretischen Fall, dass alle BTC gleichmäßig auf verschiedene Menschen verteilt würden, könnten höchstens 21 Millionen Menschen gleichzeitig je einen ganzen Coin besitzen.

In der Realität liegt diese Zahl deutlich niedriger. Manche Anleger halten Dutzende, Hunderte oder sogar Tausende BTC. Zudem werden große Mengen Bitcoin von Unternehmen, Staaten, Kryptobörsen und ⁠ETFs gehalten.

River kam in einer früheren Untersuchung zu dem Ergebnis, dass Privatanleger weiterhin rund zwei Drittel des umlaufenden Bestands besitzen. Gleichzeitig wächst die Rolle institutioneller Akteure. Vor allem die Einführung von Spot-Bitcoin-ETFs hat dazu geführt, dass große Mengen BTC über Investmentfonds gehalten werden.

Das macht den Wettbewerb um verfügbare Coins zunehmend relevant. Jeder Bitcoin, der langfristig in einer Unternehmensreserve, einem Fonds oder einer privaten Wallet verschwindet, steht einem neuen Käufer nicht ohne Weiteres zur Verfügung.

Der Bitcoin-Kurs macht einen ganzen BTC schwer erreichbar

Auch der ⁠Bitcoin-Kurs spielt eine wichtige Rolle. BTC notierte zum Zeitpunkt der ursprünglichen Veröffentlichung bei rund 79.134 Dollar. Zu diesem Preis kostet ein ganzer Bitcoin also fast 80.000 Dollar.

Für die meisten Menschen ist es deshalb unrealistisch, einen ganzen Coin auf einmal zu kaufen. Anleger müssen allerdings keinen vollständigen BTC erwerben. Bitcoin lässt sich in sehr kleine Einheiten aufteilen, sodass auch mit deutlich kleineren Beträgen investiert werden kann.

An der Knappheit ganzer Coins ändert das nichts. Wenn institutionelle Akteure mehr Bitcoin einsammeln und sich die verbleibenden Coins der maximalen Menge von 21 Millionen nähern, wird es zunehmend schwieriger, zur Gruppe mit mindestens einem ganzen BTC zu gehören.

River erwartet daher, dass sich der Abstand zur Zahl der Millionäre weiter vergrößern könnte. Die Zahl der Millionäre kann weiter steigen. Die Zahl der Menschen, die gleichzeitig mindestens einen ganzen Bitcoin besitzen können, bleibt dagegen durch den festen Bestand begrenzt.

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