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Die US-Kryptobörse Coinbase scheint ihr Angebot erneut deutlich auszubauen. Laut einer Tech-Forscherin arbeitet das Unternehmen an einer neuen Plattform, auf der Nutzer auf den Ausgang realer Ereignisse setzen können. Durchgesickerte Aufnahmen zeigen eine Testversion der Funktion, die stark an bestehende Prognosemärkte erinnert.
Nach Angaben der Tech-Forscherin Jane Manchun Wong entwickelt Coinbase eine eigene Plattform für Prognosemärkte. In einem Beitrag auf X teilt Wong geleakte Screenshots, auf denen die Benutzeroberfläche zu sehen ist.
Das Plattformangebot soll über Coinbase Financial Markets bereitgestellt werden und die Infrastruktur von Kalshi nutzen, einem der bekanntesten Prognosemärkte im Finanzbereich. Nutzer könnten mit der Stablecoin USDC oder US‑Dollar auf Ergebnisse in verschiedenen Themenbereichen setzen – etwa Sport, Politik und Wirtschaft.
Der Schritt fügt sich in eine breitere Strategie ein, in der sich Coinbase entwickelt zu einer sogenannten „Everything Exchange“. Das Unternehmen will zu einer Plattform werden, auf der Nutzer nicht nur Kryptowährungen kaufen und verkaufen, sondern auch mit Derivaten und Aktien handeln, Kredite aufnehmen, Zahlungen tätigen und auf den Ausgang realer Ereignisse setzen können.
Mit diesem Schritt reagiert Coinbase auf die wachsende Popularität von Prognoseplattformen wie Kalshi und Polymarket. Polymarket soll sogar im Gespräch mit Investoren sein, um neues Kapital bei einer Bewertung von 12 bis 15 Milliarden US‑Dollar aufzunehmen. Damit wächst die Plattform rasant und hat ihren Wert seit Juni mehr als verzehnfacht. Getrieben wird der Anstieg unter anderem durch Partnerschaften mit Akteuren wie DraftKings, der NHL und OpenAI.
Trotz der jüngsten Rückgänge am Kryptomarkt verzeichnen Prognoseplattformen Rekordvolumina. Der Oktober markierte mit knapp 7,5 Milliarden US‑Dollar das höchste Handelsvolumen aller Zeiten, wie Daten von The Block zeigen. Mitte November lag das Volumen bereits bei über 5 Milliarden US‑Dollar.

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