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Die Kryptoplattform Bitpanda und die große europäische Bankengruppe Raiffeisen Bank International (RBI) bauen ihre Zusammenarbeit im Kryptobereich deutlich aus. Banken aus dem Raiffeisen-Netzwerk in Mittel- und Osteuropa sollen ihren Kunden dadurch künftig Kryptodienstleistungen anbieten können.
Das Netzwerk ist groß. RBI ist in elf Märkten der Region aktiv und betreut über ihre Banken rund 18,8 Millionen Kunden. Die neuen Kryptodienstleistungen werden jedoch nicht überall gleichzeitig verfügbar sein. Bitpanda und Raiffeisen setzen auf eine schrittweise Einführung, die an die jeweiligen Länder angepasst wird.
Raiffeisen Bank International ist eine große österreichische Bankengruppe, die vor allem in Österreich sowie in Mittel- und Osteuropa tätig ist. Zur Gruppe gehören mehrere Banken in diesen Ländern. Insgesamt beschäftigt das Netzwerk rund 42.000 Mitarbeiter und verfügt über etwa 1.300 Bankfilialen.
Durch die Kooperation können diese Banken Kryptodienstleistungen in ihr bestehendes Angebot aufnehmen. Die dafür nötige Technologie kommt von Bitpanda Enterprise, dem Geschäftskundenarm der österreichischen Kryptoplattform Bitpanda.
Kunden sollen so aus ihrer vertrauten Bankumgebung heraus Zugang zu digitalen Vermögenswerten erhalten. Ein eigenes Konto bei einer separaten Kryptobörse wäre dafür nicht zwingend erforderlich.
Welche Kryptodienstleistungen konkret angeboten werden und wann sie verfügbar sind, unterscheidet sich je nach Land. Die Unternehmen betonen, dass die Einführung schrittweise erfolgen und an lokale Rahmenbedingungen sowie Regulierung angepasst werde.
RBI-Chef Michael Höllerer nennt die Kundennachfrage als einen zentralen Grund für die Ausweitung.
In unseren Märkten wächst die Nachfrage nach Krypto-Assets. Darauf reagieren wir mit einem starken und verlässlichen Partner.
Michael Höllerer
Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen begann bereits zuvor in kleinerem Umfang. 2024 startete die Raiffeisen Landesbank Niederösterreich-Wien in Österreich ein Kryptoangebot auf Basis der Technologie von Bitpanda.
Kunden erhielten dadurch innerhalb der bestehenden Bankumgebung Zugang zu digitalen Vermögenswerten. Nach Angaben von Bitpanda und Raiffeisen war es die erste traditionelle Bank in der Europäischen Union, die Krypto auf diese Weise anbot.
Dieses Modell wird nun auf das übrige RBI-Netzwerk in Mittel- und Osteuropa ausgeweitet. Statt einzelner Vereinbarungen mit Banken in verschiedenen Ländern soll ein gemeinsamer Rahmen entstehen, über den die Kryptodienstleistungen breiter eingeführt werden können.
Bitpanda-Mitgründer Christian Trummer sieht in der Ausweitung den nächsten Schritt bei der Annäherung klassischer Banken an den Kryptomarkt.
Gemeinsam mit RBI verbinden wir Reichweite und Vertrauen des traditionellen Bankgeschäfts mit Technologie für digitale Vermögenswerte, um eine Infrastruktur aufzubauen, die über verschiedene Märkte und Landesgrenzen hinweg funktioniert.
Christian Trummer
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