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Bitcoin (BTC) ist gefallen, nachdem sich die Vereinigten Staaten und Iran erstmals seit Wochen wieder gegenseitig angegriffen haben. Der Kurs behält das Hoch der Vorwoche zwar im Blick, doch drei Faktoren sprechen dafür, dass es von hier aus weiter abwärtsgehen könnte.
Im Wochenchart hat Bitcoin ein sogenanntes Shooting-Star-Muster ausgebildet. Eine solche Kerze hat einen langen oberen Docht und tritt nach einer Aufwärtsbewegung auf.

Nach der stärksten Woche seit Anfang 2023 mit einem Plus von mehr als 23 Prozent startete Bitcoin zunächst robust in die neue Woche. Am Dienstag wurde erstmals seit dem 15. Mai die Marke von 81.000 Dollar überschritten, in der Nacht auf Donnerstag erreichte der Kurs ein Hoch von 81.500 Dollar.
Am Freitag geriet der Kurs nach der Rede von Fed-Chef Kevin Warsh deutlich unter Druck. Warsh betonte, dass die Inflation nicht schnell genug zurückgehe. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im kommenden Monat stieg sprunghaft, Bitcoin fiel unter 78.000 Dollar.
Gestern deutete sich zunächst eine Erholung an, doch die Eskalation im Nahen Osten machte diese zunichte. Am Ende schloss die Woche sogar knapp im Minus, wodurch das bearishe Kerzenmuster zusätzlich an Gewicht gewonnen hat.
Wichtig bleibt allerdings: Das Muster ist eine Warnung, keine Bestätigung. Um eine weitere Korrektur zu vermeiden, muss Bitcoin diese Woche über 77.700 Dollar schließen. Das entspricht dem gestrigen Schlusskurs.
Verstärkt wird das Muster durch das Scheitern am 50-Wochen-Durchschnitt. Zweimal gelang es Bitcoin nicht, sich oberhalb dieser Linie zu halten. In früheren Bärenmärkten bedeutete eine Rückeroberung das endgültige Ende des Abwärtstrends.

Dieser Abwärtstrend läuft bereits seit Oktober und ist zudem noch nicht offiziell gebrochen. Dafür müsste Bitcoin zunächst das Mai-Hoch von knapp 83.000 Dollar übertreffen.
Nach dem vergangenen Krypto-Winter gelang es Bitcoin ebenfalls nicht, den 50-Wochen-Durchschnitt gleich im ersten Anlauf zu überwinden. Damals folgte eine Korrektur von mehr als 20 Prozent.
Hinzu kommen verdeckte bearishe Divergenzen. Bitcoin bleibt weiterhin unter dem Hoch aus dem Mai, während die Bewegung zugleich mehr Dynamik aufweist.

Sowohl der Relative Strength Index (RSI) als auch die Moving Average Convergence Divergence (MACD) markierten jeweils ein neues Hoch. Beide Indikatoren messen, mit welcher Stärke und Geschwindigkeit eine Kursbewegung verläuft.
Der RSI bewegt sich zwischen 0 und 100 und zeigt, wie stark Käufer und Verkäufer in den vergangenen Wochen Druck ausgeübt haben. Die MACD vergleicht zwei gleitende Durchschnitte des Kurses und reagiert dadurch verzögerter, aber weniger sprunghaft.
Verdeckte bearishe Divergenzen gelten als Bestätigung des bestehenden Trends. Und dieser zeigt weiterhin nach unten. Das Signal wäre erst hinfällig, wenn Bitcoin über die bereits genannte Marke von 82.850 Dollar steigt.
Sollte Bitcoin tatsächlich weiter korrigieren, könnte die Unterstützung bei rund 74.000 Dollar Halt bieten. Der 200-Tage-Durchschnitt knapp unter 70.000 Dollar bleibt jedoch die wichtigste Marke, die verteidigt werden muss.
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