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Jim Cramer ist der Ansicht, dass nicht alle KI-Aktien über einen Kamm geschoren werden sollten. Der Moderator von Mad Money sieht vor allem bei vier Speicherwerten Chancen: Micron, SanDisk, Seagate und Western Digital. Nach Einschätzung Cramers könnten diese Unternehmen weiter zulegen, obwohl sie 2026 bereits enorme Kursgewinne verzeichnet haben.

Die Rally dieser Aktien beruht ihm zufolge nicht nur auf Hype, sondern auf einer realen Knappheit bei Speicher für KI-Rechenzentren.
KI benötigt nicht nur leistungsstarke Chips von Nvidia. Rechenzentren brauchen auch enorme Mengen an Speicher und Speicherkapazität, um Modelle zu trainieren, Daten zu verarbeiten und KI-Anwendungen am Laufen zu halten. Elon Musk zufolge zählt Speicher sogar zu den wichtigsten Engpässen für das weitere Wachstum von Rechenzentren.
Damit gewinnen Unternehmen wie Micron, SanDisk, Seagate und Western Digital eine neue Bedeutung. Früher galten Speicheraktien als extrem zyklisch. In guten Zeiten stiegen Preise und Gewinne schnell, bevor Überkapazitäten den Sektor wieder unter Druck setzten.
Cramer geht davon aus, dass sich dieses Muster nun verändern könnte, weil KI für eine länger anhaltende Nachfragewelle sorgt.
Die Entwicklung in diesem Jahr ist außergewöhnlich. Micron liegt 2026 rund 242 Prozent im Plus. Die Bruttomarge stieg von 39 auf 85 Prozent, die Aktie wird etwa zum Siebenfachen des erwarteten Gewinns für das Geschäftsjahr 2027 gehandelt.
SanDisk ist sogar um 631 Prozent gestiegen. Das Unternehmen kündigte ein Aktienrückkaufprogramm über 15,5 Milliarden Dollar an und steigerte die Bruttomarge von 26 auf 85 Prozent.
Seagate legte um 252 Prozent zu, Western Digital um 202 Prozent. Auch diese Unternehmen profitieren von höheren Margen und umfangreichen Aktienrückkaufprogrammen. Das sind beeindruckende Zahlen. Sie machen die Aktien aber auch anfällig für Enttäuschungen.
Auf dem Papier wirken einige Bewertungen weiterhin nicht überzogen. Micron und SanDisk werden den vorliegenden Zahlen zufolge mit etwa dem Sieben- beziehungsweise Achtfachen des erwarteten Gewinns gehandelt. Das erscheint günstig für Unternehmen mit derart starkem Wachstum.
Das Risiko bleibt dennoch offensichtlich. Sollte der Markt erneut Überkapazitäten befürchten, könnten Speicheraktien schnell unter Druck geraten. Cramer nennt vor allem Samsung als mögliche Gefahr. Fährt Samsung die Produktion deutlich hoch, könnte das die Knappheit verringern und die Preise belasten.
Kurzfristig rechnet er damit jedoch nicht, da der Bau neuer Fabriken Jahre dauert.
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