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Der Boom bei künstlicher Intelligenz beschert Chipkonzernen weiter enorme Wachstumsraten. Broadcom zählt inzwischen zu den großen Profiteuren. Der US-Chipriese steigerte seinen Umsatz mit AI-Halbleitern im vergangenen Quartal um 221 Prozent, wie aus Unternehmensangaben hervorgeht. Dennoch rechnet das Unternehmen damit, dass der eigentliche Wachstumsschub erst noch bevorsteht.

Broadcom profitiert vor allem von den massiven Investitionen großer Technologiekonzerne in AI-Infrastruktur. Unternehmen wie Alphabet, Meta Platforms, Anthropic und OpenAI wollen in der kommenden Zeit mehr Geld in Rechenkapazitäten stecken. Für Broadcom könnte daraus ein Markt mit einem Volumen von Hunderten Milliarden Dollar entstehen.

Broadcom profitiert von enormer Nachfrage nach AI-Chips

Broadcom (AVGO) konzentriert sich im AI-Markt unter anderem auf Chips, die speziell für große Kunden entwickelt werden. Anders als allgemeine Grafikprozessoren, wie sie viele AI-Unternehmen einsetzen, sind diese maßgeschneiderten Chips auf bestimmte Aufgaben und Systeme ausgelegt.

Für große Technologiekonzerne kann das attraktiv sein. Sie betreiben riesige Rechenzentren und führen laufend ähnliche AI-Berechnungen aus. Ein Chip, der exakt für solche Anwendungen konzipiert ist, kann deshalb effizienter arbeiten.

Das bedeutet nicht, dass allgemeine AI-Chips vollständig verschwinden werden. Broadcom geht jedoch davon aus, dass maßgeschneiderte Chips einen immer größeren Teil des Marktes erobern können.

Diese Entwicklung ist in den Zahlen bereits deutlich sichtbar. Im dritten Quartal des abweichenden Geschäftsjahres 2027, das am 2. August endete, stieg Broadcoms Umsatz mit AI-Halbleitern um 221 Prozent.

Alphabet, Meta Platforms, Anthropic und OpenAI zählen der vorliegenden Quelle zufolge zu den großen Kunden von Broadcom. Diese Unternehmen wollen ihre Investitionen in AI-Infrastruktur weiter ausweiten. Dadurch könnte die Nachfrage nach Broadcoms Chips weiter zulegen.

Broadcoms AI-Umsatz könnte auf 230 Milliarden Dollar steigen

Die Erwartungen für die kommenden Jahre sind auffallend hoch. Broadcom rechnet der Quelle zufolge damit, 2027 rund 115 Milliarden Dollar Umsatz mit AI-Halbleitern zu erzielen. Die dafür benötigten Komponenten soll sich das Unternehmen inzwischen gesichert haben.

Für 2028 liegt die Messlatte noch deutlich höher. Dann könnte der Umsatz mit AI-Halbleitern auf 230 Milliarden Dollar steigen. Auch für diese Produktion soll Broadcom bereits Vereinbarungen mit Zulieferern getroffen haben.

Zum Vergleich: In den vergangenen zwölf Monaten erzielte Broadcom insgesamt rund 89 Milliarden Dollar Umsatz. Etwa die Hälfte davon entfiel auf AI-Halbleiter.

Sollten sich die Erwartungen für 2028 erfüllen, würde sich die Struktur von Broadcoms Geschäft rasant verändern. Das Unternehmen würde sich dann zunehmend von einem breit aufgestellten Technologiekonzern zu einem Anbieter entwickeln, dessen Erlöse maßgeblich von AI-Chips bestimmt werden.

Der Gesamtumsatz von Broadcom könnte sich dadurch innerhalb von etwa zweieinhalb Jahren grob verdreifachen.

Broadcom-Aktie spiegelt hohe Erwartungen wider

Das explosive Wachstum wirkt sich inzwischen auch auf die Erwartungen an die Broadcom-Aktie aus. Anleger zahlen der Quelle zufolge derzeit etwa das 31-Fache des erwarteten Gewinns.

Das ist keine niedrige Bewertung. Die ursprüngliche Analyse geht jedoch davon aus, dass das erwartete Wachstum von Broadcom noch nicht vollständig im Aktienkurs eingepreist sein muss.

Viel hängt dabei von den Investitionen der größten AI-Unternehmen ab. Solange Technologiekonzerne Milliarden in neue Rechenzentren, Modelle und spezialisierte Rechenkapazitäten investieren, kann Broadcom davon profitieren.

Gleichzeitig sind die Erwartungen für 2027 und 2028 außergewöhnlich hoch. Um diese Wachstumsraten tatsächlich zu erreichen, muss nicht nur die Nachfrage nach AI-Rechenleistung stark bleiben. Broadcom muss auch genügend Chips produzieren können, und die großen Kunden müssen ihre geplanten Investitionen tatsächlich umsetzen.

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