Das in Kalifornien ansässige Kryptowährungs-Verwahrungsunternehmen BitGo hat seine globalen Aktivitäten weiter ausgebaut, indem es eine wichtige Genehmigung von den Regulierungsbehörden in Singapur, einem der kryptofreundlichsten Länder der Welt, erhalten hat.
Lizenz am 7. August erhalten
Am 7. August gab BitGo offiziell bekannt, dass es die Major Payment Institution License (MPI) von der Monetary Authority of Singapore (MAS) erhalten hat. Diese Lizenz ermöglicht es Unternehmen, eine breite Palette von Zahlungsdiensten anzubieten, einschließlich digitaler Zahlungstoken-Dienste, ohne die Einschränkungen von Transaktionslimits, die kleineren Einheiten auferlegt werden.
Berichten zufolge ist BitGo nun eines von 27 Unternehmen mit einer MPI-Lizenz, neben großen Namen wie Coinbase, Circle, HashKey, Paxos, Revolut und Ripple.
Digitale Zahlungstoken-Dienste in Singapur
Der Erwerb der MPI-Lizenz durch BitGo folgt auf die vorläufige Genehmigung, die das Unternehmen im Januar 2024 erhalten hat. Mit dieser neuen Lizenz darf BitGo nun offiziell regulierte digitale Zahlungstoken-Dienste anbieten, einschließlich Verwahrung und Handel in Singapur.
Vor der Lizenzerteilung bot BitGo bereits Dienstleistungen für Nutzer in Singapur und der Asien-Pazifik-Region an, aber diese waren auf Verwahrungsdienste der US South Dakota Trust und Hot Wallets beschränkt, die nicht reguliert waren und sich hauptsächlich auf Technologie konzentrierten.
„Diese Lizenz markiert eine neue Ära für die internationalen Aktivitäten von BitGo, sodass wir unseren Kunden in Asien und darüber hinaus unvergleichliche Lösungen für digitale Vermögenswerte bieten können“, sagte Youngro Lee, CEO von BitGo Singapur.
Singapurs vorsichtiger Ansatz als Kryptohub
Singapur ist einer der drei Stadtstaaten der Welt und hat sich zu einem wichtigen Knotenpunkt für Kryptowährungen und die zugrunde liegende Blockchain-Technologie entwickelt.
Die regulatorische Haltung gegenüber Krypto wurde von der singapurischen Regierung verschärft. Trotz dieser Verschärfung werden jedoch immer mehr Krypto-Lizenzen erteilt.
Mike Belshe, CEO von BitGo, beschrieb Singapur als ein führendes Finanzzentrum in Asien. „Mit dieser Lizenz können wir der steigenden Nachfrage von Kunden mit unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden, von vollständig regulierter Verwahrung und Handel bis hin zu Self-Custody-Wallets. BitGo ist das einzige Unternehmen in der Region, das die vollständige Palette von Dienstleistungen anbietet“, erklärte er.
Im Juli 2024 wies die aktualisierte Money Laundering National Risk Assessment von Singapur auf erhebliche Risiken hin, die sich aus Anbietern digitaler Zahlungstoken (DPT) ergeben. Um diese Risiken zu bewältigen, kündigte die MAS im April 2024 Änderungen des Payment Services Act an, wodurch der Umfang der regulierten Dienstleistungen für Anbieter digitaler Zahlungstoken erweitert wurde.
Blockchain.com sichert sich weitere wichtige Krypto-Lizenz
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