Bhutan geht erneut einen bemerkenswerten Schritt in der Welt der Blockchain und Kryptowährungen. Das Land hat das weltweit erste Visum eingeführt, das auf der Infrastruktur von Solana (SOL) basiert. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Solana schwach, und der Kurs steht unter erheblichem Druck.
Diese Kombination aus staatlicher Akzeptanz und einem fallenden Markt schafft eine interessante Spannung: fundamentaler Fortschritt, aber technisch gesehen auch zunehmende Unsicherheit.
Solana verstärkt Zusammenarbeit mit Bhutan
Bhutan hat ein spezielles, auf Solana basierendes Visum für digitale Nomaden eingeführt, Menschen, die von ihrem Laptop aus arbeiten und dies weltweit tun können. Diese Initiative folgt auf die frühere Einführung eines goldgedeckten Tokens (TER) auf der Solana-Blockchain.
Mit diesen Schritten positioniert sich Bhutan als Vorreiter in der Blockchain-Integration auf staatlicher Ebene. Für Solana bedeutet dies zusätzliche Glaubwürdigkeit als skalierbares und für Regierungsprojekte geeignetes Netzwerk.
Dennoch führt diese Einführung vorerst nicht zu direkten Kursanstiegen für SOL.
Anleger verkaufen Solana mit Verlust
On-Chain-Daten von Glassnode zeigen, dass Solana-Anleger derzeit vor allem Verluste realisieren müssen.
In den letzten 24 Stunden stieg die Summe der realisierten Verluste um etwa 68 Millionen Dollar auf etwa 317 Millionen Dollar. Dies deutet darauf hin, dass Anleger ihre Positionen zu niedrigeren Preisen schließen, ein Zeichen für schwindendes Vertrauen in eine schnelle Erholung.

Wenn die realisierten Verluste hoch bleiben, deutet dies oft auf defensives Verhalten hin. Anstelle von Akkumulation entscheiden sich Anleger für Kapitalerhalt.
Derivatemarkt bleibt bärisch
Auch auf dem Derivatemarkt herrscht Zurückhaltung. Daten von CoinGlass zeigen, dass Short-Positionen derzeit schwerer wiegen als Long-Positionen.
Die Liquidationskarte zeigt, dass bei einem Anstieg in Richtung 89 Dollar etwa 1,15 Milliarden Dollar an Short-Positionen unter Druck geraten. Zum Vergleich: Bei einem Rückgang auf 67 Dollar würden etwa 242 Millionen Dollar an Long-Positionen liquidiert.

Dieses Ungleichgewicht bedeutet, dass eine starke Aufwärtsbewegung potenziell explosiv sein kann, da Short-Trader gezwungen wären, ihre Positionen zu schließen. Vorläufig weist das Sentiment jedoch nach unten.
Technisches Bild: Volatilität erwartet
Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels handelt der Solana-Kurs bei etwa 76 Dollar. Die Bollinger-Bänder ziehen sich zusammen. Das ist ein klassisches Zeichen für eine bevorstehende Volatilitätsexplosion.
Wenn sich die Bandbreite verengt, folgt oft eine starke Bewegung. Die Richtung ist noch ungewiss, aber die aktuelle Marktstruktur tendiert zu einer Abwärtsbewegung des Kurses.

Fällt Solana unter die Unterstützung bei etwa 73 Dollar, liegt das nächste Abwärtsziel bei etwa 64 Dollar. Ein Rückgang auf dieses Niveau könnte weitere Long-Liquidationen auslösen, was den Verkaufsdruck noch verstärkt.
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