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Die Aktie von BE Semiconductor Industries (Besi) gerät am Dienstag an der Amsterdamer Börse deutlich unter Druck. Während der AEX leicht zulegt, zählt der niederländische Chipmaschinenbauer zu den größten Verlierern. Auslöser ist eine kräftige Senkung des Kursziels durch Morgan Stanley.

Auffällig ist, dass sich der Branchenkollege ASML dem Verkaufsdruck entziehen kann. Dort sorgt positives Unternehmensnews für ausreichend Zuversicht unter Anlegern.

Morgan Stanley senkt Kursziel für Besi deutlich

Die Besi-Aktie notierte am Dienstagnachmittag rund 4,5 Prozent im Minus. Damit lag das Unternehmen am Ende des AEX, der zur selben Zeit um etwa 0,4 Prozent zulegte.

Der Kursrückgang folgt auf eine neue Studie von Morgan Stanley. Die US-Investmentbank senkte das Kursziel für Besi um 40 Euro auf 220 Euro. Händler Bert van der Pol von Today’s Group nannte die Kurszielsenkung als Grund für den deutlichen Verkaufsdruck.

Auch ASMI hat es am Dienstag schwer. Die Aktie verlor am Nachmittag rund 2,9 Prozent. Damit stehen zwei der drei großen niederländischen Chipwerte deutlich unter Druck.

Besi stellt Maschinen für die Chipmontage her und spielt damit eine wichtige Rolle in der Halbleiterbranche. Entsprechend genau verfolgen Anleger die Einschätzungen großer Investmentbanken. Ein niedrigeres Kursziel kann die Stimmung rund um eine Aktie rasch eintrüben, wie sich am Dienstag zeigte.

ASML entzieht sich dem Verkaufsdruck

Bei ASML stellt sich die Lage auffallend anders dar. Morgan Stanley senkte auch für diesen Chipriesen das Kursziel, und zwar von 1.930 Euro auf 1.700 Euro. Dennoch legte die Aktie am Dienstagnachmittag um rund 1,3 Prozent zu.

ASML erhält Rückenwind durch neue Kooperationen mit TSMC, Samsung und Intel. Analysten der Bank of America und der UBS reagierten positiv auf diese Ankündigungen. Die guten Unternehmensnachrichten scheinen damit stärker ins Gewicht zu fallen als das niedrigere Kursziel von Morgan Stanley.

Zudem spielt die Beteiligung von ASML am französischen KI-Unternehmen Mistral eine Rolle. Mistral gab bekannt, 3 Milliarden Euro frisches Kapital zu einer Bewertung von mehr als 21 Milliarden Euro eingesammelt zu haben. ASML hatte eine frühere Finanzierungsrunde angeführt und dabei einen Anteil von rund 11 Prozent erworben.

Der Kontrast an der Amsterdamer Börse ist damit groß. Während ASML die Kurszielsenkung dank positiver Nachrichten abschütteln kann, wird Besi von Anlegern deutlich abgestraft.

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