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Asiatische Aktien stehen am Montagmorgen deutlich unter Druck. Vor allem Technologiewerte geraten erneut unter die Räder, während Anleger auf eine wichtige Woche mit Inflationsdaten, der Federal Reserve und Nvidia blicken. Die US-Futures notieren leicht im Minus, auch in Asien dominiert der Verkaufsdruck.

Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt der japanische Nikkei rund 0,5 Prozent im Minus, während der Hang Seng in Hongkong mehr als 2 Prozent verliert. Der chinesische CSI 300 gibt etwa 1,3 Prozent nach, der südkoreanische Kospi verliert rund 3 Prozent.

Samsung und SK Hynix unter Druck

Der stärkste Rückschlag kommt erneut aus dem Chipsektor. Samsung Electronics verliert zum Zeitpunkt des Schreibens rund 8,9 Prozent. Anleger reagieren enttäuscht auf den neuen Aktionärsplan des Konzerns, obwohl Samsung bis zu 110 Billionen Won, umgerechnet rund 79 Milliarden US-Dollar, an die Anteilseigner zurückgeben will.

Samsung Electronics startet mit deutlichem Kursrückgang in die Börsenwoche.
Samsung Electronics startet mit deutlichem Kursrückgang in die Börsenwoche. Quelle: TradingView

Der Markt hatte offenbar auf mehr Klarheit bei Aktienrückkäufen und der Einziehung eigener Aktien gehofft. Letzteres kann unmittelbarer zu einem höheren Gewinn je Aktie beitragen und wird von Anlegern häufig stärker honoriert als eine reine Dividende.

Auch SK Hynix steht unter Druck und verliert rund 2,3 Prozent. Das ist bemerkenswert, weil das Unternehmen zuvor nach Plänen für ein großes Aktienrückkaufprogramm positiv aufgenommen worden war. Dennoch scheint der breitere Verkaufsdruck bei KI- und Speicherwerten nun schwerer zu wiegen.

Alibaba und SoftBank geraten ebenfalls unter Druck

Auch außerhalb Südkoreas fallen die Verluste deutlich aus. Alibaba verliert in Hongkong fast 10 Prozent, nachdem der Konzern eine Aktienplatzierung über 10,2 Milliarden US-Dollar zur Finanzierung seiner KI-Investitionen angekündigt hatte. Das folgt kurz nach schwachen Quartalszahlen, bei denen der Gewinn wegen hoher KI-Ausgaben um 75 Prozent einbrach.

Alibaba gerät am Montagmorgen unter Druck.
Alibaba gerät am Montagmorgen unter Druck. Quelle: TradingView

SoftBank gibt mehr als 4 Prozent nach, nachdem der japanische Investmentriese Pläne zur Ausgabe von Anleihen im Volumen von 1 Billion Yen, rund 6,3 Milliarden US-Dollar, bekanntgegeben hatte. Auch das passt zum übergeordneten Marktthema: KI benötigt immer mehr Kapital.

KI-Hunger trifft auf angespannte Zinsmärkte

Der Verkaufsdruck kommt nicht aus dem Nichts. Die langfristigen Zinsen bleiben weltweit hoch, wodurch Anleger Unternehmen mit enormem Investitionsbedarf kritischer bewerten. KI bleibt eine starke Wachstumserzählung, doch ihre Finanzierung wird teurer.

Hinzu kommt, dass Nvidia im Laufe dieser Woche Zahlen vorlegt. Das dürfte der wichtigste Termin für den KI-Trade werden. Wenn Nvidia erneut überzeugt, könnte das den Markt entlasten. Enttäuschen jedoch Zahlen oder Ausblick, dürfte der Druck auf asiatische Chip- und Technologiewerte weiter zunehmen.

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