Auf einer Online-Plattform, auf der Anleger auf zukünftige Ereignisse setzen, hat sich die Stimmung zu Bitcoin in kurzer Zeit stark verändert.
Der jüngste Ausverkauf hat nicht nur den Bitcoin (BTC)-Kurs unter Druck gesetzt, sondern auch das Vertrauen in eine rasche Erholung erschüttert. Auf Polymarket wächst die Überzeugung, dass Bitcoin in diesem Jahr noch unter 65.000 Dollar fallen könnte.
Stimmung zu Bitcoin deutlich verschlechtert
Auf Polymarket wird die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin 2026 unter 65.000 Dollar fällt, inzwischen auf 72 Prozent geschätzt. In diesem Markt wurden fast 1 Million Dollar eingesetzt. Auch andere Wetten sind bemerkenswert. So glauben 61 Prozent, dass Bitcoin unter 55.000 Dollar sinken könnte, während 54 Prozent erwarten, dass der Kurs in diesem Jahr doch wieder über 100.000 Dollar steigen wird.

Diese Zahlen zeigen vor allem, dass viele Händler mit erheblichen Schwankungen rechnen, das Vertrauen in einen schnellen Kursanstieg jedoch abgenommen hat.
Der Rückgang war auch bei Strategy sichtbar, dem börsennotierten Unternehmen von Michael Saylor, das große Mengen Bitcoin besitzt. Erstmals seit Ende 2023 fiel der Bitcoin-Kurs unter den durchschnittlichen Kaufpreis des Unternehmens.
Raoul Pal weist auf angespannte Liquidität in den USA hin
Laut dem Forschungsplattform CryptoQuant liegt seit November 2025 ein Bärenmarkt vor. Damals fiel Bitcoin unter den 365-Tage-Gleitenden Durchschnitt. Forschungsleiter Julio Moreno kommentierte auf X: „Versuchen Sie nicht, nach einem neuen Rückgang den Tiefpunkt zu finden. In einem Bärenmarkt brauchen Tiefpunkte Monate zur Bildung.“
Der Makroanalyst Raoul Pal führt den Kursverfall nicht direkt auf Krypto selbst zurück, sondern auf die angespannte Liquidität in den USA. Seiner Ansicht nach sind risikoreiche Anlagen wie Bitcoin direkt davon betroffen. Die Reverse Repo Facility der Federal Reserve ist nämlich erschöpft, sodass neu beschaffte Staatsgelder jetzt direkt Liquidität aus dem Finanzsystem abziehen, anstatt zuerst aufgefangen zu werden.
Immer mehr Länder schränken Polymarket ein
Früher prognostizierten große Akteure neue Rekorde. Grayscale Investments erwartete, dass Bitcoin um Juni 2026 über 126.000 Dollar liegen würde. Standard Chartered und Bernstein nannten Kursziele von 150.000 Dollar für 2026. Diese Erwartungen wurden später jedoch nach unten korrigiert.
Unterdessen gerät Polymarket selbst unter Druck. Ein Gericht in Nevada hat der Plattform aufgetragen, bestimmte Wetten zu blockieren, da sie als illegales Glücksspiel angesehen werden. Auch außerhalb der USA werden Maßnahmen ergriffen. Kürzlich verhängten Frankreich und Belgien Einschränkungen, und letzte Woche schlossen sich auch Ungarn und Portugal dieser Liste an.
BlackRock und Strategy investieren 15 Millionen Dollar in Bitcoin-Sicherheit
BlackRock, Strategy und weitere Krypto-Unternehmen investieren 15 Millionen US-Dollar, um Bitcoin vor der Bedrohung durch Quantencomputer zu schützen.
Bitcoin-Miner verdienen Milliarden mit KI: Verträge bereits 150 Milliarden Dollar wert
Bernstein erwartet, dass Bitcoin-Miner dank KI und knapper Stromkapazitäten Milliardenverträge abschließen und weltweit zu unverzichtbaren Infrastrukturpartnern werden.
Märkte fürchten Zinserhöhungen – zu Recht?
Der Ölpreis steigt, die Inflation zieht an, und Anleger fürchten Zinserhöhungen. Doch sind höhere Zinsen für die Märkte zwangsläufig schlecht?
Meistgelesen
Kryptoexperte: In 24 Tagen gibt es neue XRP-Millionäre
XRP-Anleger hoffen auf den Durchbruch, weil der US-Senat den Crypto Clarity Act womöglich schon bald auf die Tagesordnung setzt.
Krypto-Anleger prognostizieren XRP-Kurs zum 1. August 2026
Polymarket-Händler sehen für XRP Anfang August eine Wahrscheinlichkeit von 43 Prozent für 1,20 Dollar und von 34 Prozent für einen Kurs unter 1 Dollar.
ChatGPT prognostiziert XRP-Kurs auf dieses Niveau bis Ende 2026
ChatGPT erwartet, dass der XRP-Kurs bis Ende 2026 auf 1,40 US-Dollar steigen kann, warnt aber zugleich vor anhaltendem Verkaufsdruck.
