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Peter Schiff, vielleicht der weltweit prominenteste Bitcoin-Gegner, hat erneut eine der ältesten Debatten rund um Bitcoin (BTC) angefacht: Woher bezieht eine digitale Währung ohne physische Deckung eigentlich ihren Wert? Der bekannte Goldbefürworter argumentiert, dass der enorme Energieverbrauch der Bitcoin-Miner darauf jedenfalls keine Antwort liefert.
Schiff reagierte auf den Bitcoin-Befürworter Jeff Swanson, der Bitcoin als Zukunft des Geldes bezeichnet hatte. Swanson verwies dabei unter anderem auf den Energieverbrauch, den festen Emissionsplan und die Rechenleistung, mit der das Netzwerk abgesichert wird.
Schiff richtete seine Kritik vor allem auf das erste Argument. Miner verbrauchen große Mengen Strom, um Transaktionen zu verarbeiten und das Bitcoin-Netzwerk abzusichern. Nach Ansicht Schiffs kann dieser Energieeinsatz jedoch nicht als tatsächliche Deckung für Bitcoin gelten.
Seine Argumentation ist simpel: Sobald Strom verbraucht ist, ist die Energie weg. Es bleibt also kein zugrunde liegender Vermögenswert, auf den Bitcoin-Halter Anspruch hätten.
Diesen Punkt stellt Schiff gern dem Gold gegenüber. Nach dem energieintensiven Förderprozess bleibt das Gold selbst erhalten und lässt sich physisch lagern.
Bitcoin-Befürworter bewerten den Energieverbrauch anders. Der Strom ist aus ihrer Sicht kein hinterlegter Vermögenswert, sondern ein Kostenfaktor, der für die Absicherung des Netzwerks notwendig ist. Nach dieser Logik speist sich der Wert von Bitcoin vor allem aus Knappheit, Nutzbarkeit und dem Vertrauen der Nutzer in das Netzwerk.
Schließlich kann es nie mehr als 21 Millionen BTC geben. Neue Coins werden nach einem vorab festgelegten Zeitplan ausgegeben, ohne dass eine Zentralbank das Angebot nach eigenem Ermessen ausweiten kann.
Swanson verknüpfte diese Knappheit mit dem US-Dollar und verwies auf die rapide steigende Staatsschuld. Der von ihm genannte Betrag von 39 Billionen Dollar ist inzwischen bereits überholt. Die gesamte US-Staatsschuld überschritt am 18. August die Marke von 40 Billionen Dollar.
Damit stehen sich zwei völlig unterschiedliche Geldformen gegenüber. Der Dollar wird von der US-Regierung und der US-Wirtschaft getragen, sein Angebot kann jedoch wachsen. Bitcoin wird weder durch einen Staat noch durch physische Vermögenswerte gedeckt, hat dafür aber eine harte Obergrenze von 21 Millionen Coins.
Genau deshalb flammt die Debatte zwischen Schiff und Bitcoin-Befürwortern immer wieder auf. Während Schiff Wert in etwas Greifbarem wie Gold sucht, erkennen Bitcoiner Wert gerade in digitaler Knappheit und einem monetären System, dessen Regeln von Anfang an feststehen.
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