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Watches of Switzerland behauptet sich bemerkenswert gut in einem schwierigen Luxusmarkt. Der Händler für Uhren von Marken wie Rolex, Cartier, Omega und Tudor steigerte den Jahresumsatz um 13 Prozent auf 1,83 Milliarden Pfund.
Das ist ungewöhnlich stark, da die Luxusbranche insgesamt seit Längerem unter Druck steht. Verbraucher agieren vorsichtiger, vor allem in Europa und China. Hinzu kommt, dass der Krieg im Nahen Osten für neue Unsicherheit und eine schwächere Nachfrage in Teilen des Luxusmarkts sorgt.
Wichtigster Wachstumstreiber sind die Vereinigten Staaten. Dort stieg der Umsatz um 24 Prozent auf 927 Millionen Pfund. Damit sind die USA inzwischen der größte Markt des Unternehmens.
Im Vereinigten Königreich fiel die Entwicklung deutlich verhaltener aus. Dort legte der Umsatz um 5 Prozent auf 901 Millionen Pfund zu, weil Verbraucher weiterhin vorsichtig bleiben. Konzernchef Brian Duffy sieht zwar erste Anzeichen einer Besserung auf dem britischen Markt, spricht aber weiterhin von Druck auf die Konsumenten.
In den USA bleibt die Bereitschaft hoch, Geld für Luxusuhren auszugeben, während sich der britische Markt deutlich langsamer erholt.
Das bereinigte operative Ergebnis lag bei 155 Millionen Pfund, nach rund 150 Millionen Pfund im Vorjahr. Das ist kein spektakulärer Gewinnsprung, aber in einer Branche wichtig, in der viele andere Luxuskonzerne Mühe haben, Umsatz und Margen stabil zu halten.
Hermès hatte zuvor bereits einen Umsatzrückgang gemeldet, LVMH warnte, dass der Krieg im Nahen Osten die Nachfrage in der Region belastet. Watches of Switzerland ist davon weniger betroffen, weil das Unternehmen nur begrenzt vom Nahen Osten und von Touristenkunden abhängt.
Auch E-Commerce und Gebrauchtuhren trugen zum Wachstum bei. Der Onlineumsatz stieg nach Investitionen in das US-Digitalgeschäft um 19 Prozent. Der Verkauf von Gebrauchtuhren legte sogar um 22 Prozent zu.
Das ist bemerkenswert, weil der Gebrauchtmarkt bei Luxusuhren immer wichtiger wird. Kunden suchen nicht nur neue Modelle, sondern auch seltene oder früher erschienene Uhren.
Duffy zufolge ist die Nachfrage zudem breit abgestützt. Besonders Longines, Cartier, Omega und Tudor entwickeln sich stark.
Watches of Switzerland gilt seit Längerem als möglicher Übernahmekandidat. Reuters berichtete, dass das Unternehmen zuletzt Gespräche mit potenziellen Käufern geführt habe.
Duffy wollte sich dazu nicht äußern. Die Aktie stieg am Montag nach dem Bericht um 6 Prozent, bewegte sich am Dienstag nach den Zahlen aber kaum. Im Gesamtjahr 2026 legte Watches of Switzerland um mehr als 62 Prozent zu.

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