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Alphabet hat für seine neue Anleiheemission Anlegeraufträge im Umfang von rund 115 Milliarden Dollar erhalten. Damit liegt die Nachfrage mehr als viermal so hoch wie das angestrebte Emissionsvolumen von bis zu 25 Milliarden Dollar; der Konzern beschafft sich am Anleihemarkt Kapital über den Verkauf von Schuldverschreibungen, die später samt Zinsen zurückgezahlt werden.
Die enorme Nachfrage zeigt, dass institutionelle Investoren dem Google-Mutterkonzern trotz der jüngsten Unruhe rund um KI-Investitionen weiterhin viel zutrauen und bereit sind, Milliarden für das weitere Wachstum des Unternehmens bereitzustellen.
Insidern zufolge ist das Orderbuch auf rund 115 Milliarden Dollar angewachsen. Damit stößt Alphabet auf mehr Interesse als jüngste große Anleiheemissionen von Amazon und SpaceX, die ebenfalls Kapital zur Finanzierung ihrer KI-Investitionen aufgenommen hatten.
Auffällig ist, dass Alphabet Investoren vergleichsweise attraktive Konditionen bietet, um die Anleihen zu platzieren. Nötig scheint dieser Aufschlag allerdings kaum zu sein: Bei einer Nachfrage, die das Emissionsvolumen um mehr als das Vierfache übersteigt, hätte der Konzern vermutlich auch zu niedrigeren Zinsen Kapital aufnehmen können. Das unterstreicht, wie stark Alphabets Position am Kapitalmarkt ist.
Begleitet wird die Anleiheemission von Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan, Morgan Stanley und Wells Fargo. Alphabet und die beteiligten Banken wollten sich nicht zum Umfang des Orderbuchs äußern.
Die starke Nachfrage nach den Anleihen kommt zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt. In den vergangenen Wochen gerieten mehrere KI-Aktien stärker unter Schwankungsdruck, weil Investoren die Milliardeninvestitionen in Rechenzentren und künstliche Intelligenz kritischer betrachten. Diese Zurückhaltung zeigte sich in dieser Woche auch an den asiatischen Börsen, wo Chipwerte wie Samsung und SK Hynix erneut kräftig nachgaben.
Der Gegensatz ist entsprechend aufschlussreich: Während Anleger am Aktienmarkt bei KI vorsichtiger werden, greifen sie am Anleihemarkt in großem Stil zu genau jenen Schuldverschreibungen, mit denen Alphabet diese KI-Investitionen finanziert. Die Zweifel betreffen damit vor allem die Bewertung der Aktien, nicht die Kreditwürdigkeit des Unternehmens dahinter.
Die Nachfrage nach der Anleiheemission zeigt damit, dass institutionelle Investoren weiterhin Vertrauen in die langfristige Strategie von Alphabet haben. Der Konzern investiert in den kommenden Jahren Milliardenbeträge in KI-Infrastruktur, um im Wettbewerb mit OpenAI, Microsoft und anderen mitzuhalten.
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