Aufstrebende afrikanische Volkswirtschaften haben das Potenzial, sich zu wichtigen Krypto-Hubs zu entwickeln, insbesondere dank zunehmender regulatorischer Klarheit. Das sagt Ben Caselin, Chief Marketing Officer von VALR, einer in Johannesburg ansässigen südafrikanischen Krypto-Börse.
Die strategische Position Südafrikas
Caselin hebt die strategische Lage Südafrikas als Tor zum afrikanischen Kontinent hervor. „Südafrika bietet einen gut funktionierenden Rechtsstaat und eine unabhängige Justiz. Es ist einfach, hier ein Unternehmen zu gründen“, so Caselin.
Neben Südafrika sieht er auch Chancen in anderen aufstrebenden afrikanischen Volkswirtschaften, die sich seiner Meinung nach zu vielversprechenden Hubs für den Krypto-Sektor entwickeln.
Im April erteilte die südafrikanische Financial Sector Conduct Authority (FSCA) neue Lizenzen für Krypto-Asset-Service-Provider (CASP) an VALR. Die Börse hat bisher 55 Millionen Dollar von Investoren wie Pantera Capital und Coinbase Ventures erhalten. Laut Statista wird die Größe des südafrikanischen Krypto-Marktes im Jahr 2024 auf 246 Millionen Dollar geschätzt, mit einem erwarteten jährlichen Wachstum von 7,86 % bis 2028.
Südafrika als Vorbild für andere Länder
In Bezug auf Regulierung ist Südafrika führend in Afrika. Im März dieses Jahres vergab die FSCA 59 Lizenzen an Krypto-Plattformen. Caselin prognostiziert, dass dieses positive regulatorische Umfeld in den kommenden Jahren nur noch weiter verbessert wird.
Allerdings hat die strenge Regulierung auch ihre Schattenseiten: Sie erhöht die Compliance-Kosten für Unternehmen. VALR hat beispielsweise die Belegschaft erheblich erweitert, wobei mehr als 10 % des Teams im Bereich Compliance tätig sind. Trotz der Herausforderungen ist Caselin sehr zufrieden mit dem Ansatz Südafrikas gegenüber der Krypto-Industrie.
„Obwohl kein Standort perfekt ist, gehört das regulatorische Rahmenwerk Südafrikas zu den besten der Welt, zusammen mit Dubai. Man könnte sogar sagen, dass Südafrika mehr Klarheit im Bereich der Regulierung bietet als die meisten asiatischen Länder, wie Hongkong und Singapur, und sicherlich mehr als die Vereinigten Staaten“, so Caselin.
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