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Porsche stellt sein Web3-Projekt ein und beendet damit ein Krypto-Experiment, das vor fast vier Jahren begann. Auch die dazugehörige Community Pioneers Circle wird in ihrer bisherigen Form aufgelöst. Für die Besitzer der digitalen Porsche 911 bleibt eines unverändert: Ihre NFTs bestehen weiter.

Der deutsche Sportwagenhersteller gab die Entscheidung auf X bekannt. Nach Angaben von Porsche entwickelte sich die Initiative in den vergangenen Jahren über ein reines Technologieexperiment hinaus – mit einer eigenen Community, digitalen Angeboten und Veranstaltungen vor Ort. Damit ist nun Schluss.

Porsche stellt NFT-Projekt ein

Das Ende des Projekts bedeutet nicht, dass die bestehenden Porsche-NFTs verschwinden. Die digitalen 911 bleiben auf der Blockchain erhalten und weiterhin im Eigentum ihrer bisherigen Besitzer.

Ein NFT ist ein digitaler Eigentumsnachweis, der auf einer Blockchain gespeichert wird. Die Token bestehen deshalb auch dann weiter, wenn das Unternehmen hinter einem Projekt die aktive Betreuung einstellt.

Aus dem Pioneers Circle zieht sich Porsche allerdings zurück. Der Discord-Server der Community wird zu einem Archiv, auf das nur noch lesend zugegriffen werden kann. Auch den eigens eingerichteten X-Account wird Porsche nicht mehr aktiv betreuen.

Damit endet ein Web3-Experiment, das bereits seit seinem Start auf erhebliche Widerstände stieß.

Schwieriger Start für die Porsche-911-NFTs

Porsche stellte 2022 ambitionierte Web3-Pläne vor. Im Januar 2023 brachte das Unternehmen eine eigene NFT-Kollektion rund um den Porsche 911 auf den Markt. Insgesamt sollten 7.500 digitale Exemplare entstehen.

Dieses Ziel wurde nie erreicht.

Kurz nach dem Start wurden der Preis und der begrenzte praktische Nutzen der NFTs kritisiert. Das Interesse blieb hinter den Erwartungen zurück. Porsche stellte daraufhin die Ausgabe neuer Exemplare früher als geplant ein.

Am Ende umfasste die Kollektion nur 2.363 NFTs – weniger als ein Drittel der ursprünglich geplanten Zahl.

Das stand im Gegensatz zu den zuvor formulierten Ambitionen. Lutz Meschke, damals stellvertretender Vorstandsvorsitzender, hatte bei der Präsentation erklärt, Porsche wolle sich langfristig im Web3 engagieren.

Dabei ging es dem Unternehmen um mehr als digitale Sammlerstücke. Porsche untersuchte unter anderem Anwendungen in virtuellen Welten, neue Einkaufsmöglichkeiten für Kunden und den Einsatz von Blockchaintechnologie in der Lieferkette.

Handel mit Porsche-NFTs nahezu zum Erliegen gekommen

Auch bei Anlegern und Sammlern hat das Interesse deutlich nachgelassen. Laut Daten der NFT-Plattform OpenSea wurden seit dem Start Porsche-NFTs im Wert von rund 20 Millionen US-Dollar gehandelt.

Inzwischen gibt es jedoch kaum noch Handel. Im vergangenen Jahr lag das Handelsvolumen bei rund 38.000 US-Dollar. Im vergangenen Monat waren es lediglich etwa 2.900 US-Dollar.

Porsche beendet nun die Betreuung der Community und die aktive Unterstützung des Projekts. Die 2.363 bestehenden digitalen Porsche 911 bleiben auf der Blockchain erhalten und im Eigentum ihrer bisherigen Besitzer.

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