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Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian fordert ein Ende des Kriegs mit den Vereinigten Staaten. Damit stellt er sich erneut offen gegen Hardliner im Iran, die den Kampf fortsetzen wollen.
Nach Ansicht Pezeshkians ist jetzt der richtige Zeitpunkt, den Krieg zu beenden. Seine Äußerungen ließen den Ölpreis kurzzeitig fallen, die Verluste wurden jedoch rasch wieder aufgeholt. Brent-Öl notiert bei rund 94 Dollar je Barrel.
Pezeshkian will, dass Iran aus einer Position der Stärke heraus auf ein Kriegsende hinarbeitet. „Es wäre besser, den Krieg jetzt zu beenden – in einem Moment, in dem wir Stärke und Würde bewahrt haben und die Welt unseren Sieg anerkennt“, sagte er nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur ISNA.
Der Präsident steht mit dieser Haltung nicht allein. Auch Außenminister Abbas Araghchi und Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf haben sich für Diplomatie und eine stärkere Konzentration auf die wirtschaftliche Erholung Irans ausgesprochen.
Der Krieg belastet die iranische Wirtschaft erheblich. Die Inflation ist weiter gestiegen, die iranische Währung ist gegenüber dem US-Dollar auf historische Tiefstände gefallen.
Hinzu kommen könnte neuer wirtschaftlicher Druck aus den USA. US-Finanzminister Scott Bessent dürfte Pläne vorstellen, mit denen Iran und Länder, die mit Teheran Handel treiben, wirtschaftlich weiter isoliert werden sollen.
Innerhalb Irans ist der nächste Schritt jedoch heftig umstritten. Einflussreiche Vertreter der Militärführung argumentieren, Iran sei auf der Siegerstraße und müsse den Kampf deshalb fortsetzen.
Die iranischen Revolutionsgarden haben ihre Militärstrategie zuletzt sogar auf einen offensiveren Kurs ausgerichtet. Neue Personalentscheidungen in der Militärführung sollen nach Angaben eines hochrangigen Funktionärs Operationen auf „feindlichem Gebiet“ unterstützen.
Pezeshkian verfügt als Präsident zudem nicht allein über die Macht, den Krieg zu beenden. Zwar ist er der höchste gewählte Amtsträger Irans, doch ein wesentlicher Teil der Entscheidungsgewalt in Militär- und Außenfragen liegt an anderer Stelle im iranischen politischen System.
Sein Vorstoß zeigt vor allem, dass die Spannungen in Teheran zunehmen. Während ein Teil der Führung den militärischen Kampf fortsetzen will, versucht Pezeshkian, den Fokus stärker auf Diplomatie und den Wiederaufbau der schwer getroffenen iranischen Wirtschaft zu lenken.
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