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Der US-Amerikaner Edward Zimbardi ist von Fidschi in die Vereinigten Staaten abgeschoben worden. Hintergrund ist ein groß angelegter Betrugsfall mit Kryptowährungen. Nach Angaben der Justiz soll er Tausende Anleger mit einem nahezu unglaubwürdigen Versprechen gelockt haben: 25 Prozent garantierte Rendite pro Monat.
Anleger sollen am Ende Kryptowährungen im Wert von mehr als 165 Millionen Dollar überwiesen haben. Hinter den Kulissen soll mit dem Geld nach Darstellung der Ermittler jedoch etwas ganz anderes geschehen sein. Zehnmillionen Dollar seien für riskante Geschäfte eingesetzt worden, während Zimbardi mindestens 10 Millionen Dollar für eigene Zwecke ausgegeben haben soll.
Im Zentrum des Falls steht The Crypto Program, das Zimbardi zwischen Juni 2022 und August 2023 als Investmentprogramm rund um Werbung beworben haben soll.
Das Versprechen war ausgesprochen verlockend. Wer Geld investierte, sollte jeden Monat eine garantierte Rendite von 25 Prozent erhalten. Bei einer solchen Rendite könnte eine Anlage von 1.000 Dollar theoretisch innerhalb eines Jahres auf fast 15.000 Dollar anwachsen, wenn die monatlichen Gewinne jeweils wieder investiert werden.
Nach Angaben der Justiz ließen sich Tausende Anleger darauf ein. Zusammen überwiesen sie digitale Coins im Wert von mehr als 165 Millionen Dollar an Wallets, die Zimbardi den Ermittlern zufolge heimlich selbst kontrollierte.
Ein großer Teil dieses Geldes soll anschließend überhaupt nicht so verwendet worden sein, wie es den Teilnehmern in Aussicht gestellt worden war.
Nach Darstellung der US-Staatsanwaltschaft setzte Zimbardi mehr als 34 Millionen Dollar für riskante Devisengeschäfte ein.
Zudem soll er Gelder neuer Teilnehmer genutzt haben, um frühere Anleger auszuzahlen. Damit wies The Crypto Program nach Einschätzung der Justiz Merkmale eines klassischen Ponzi-Systems auf.
Bei einem solchen System wirkt eine Anlage zunächst erfolgreich, weil Teilnehmer tatsächlich Geld erhalten. Diese Auszahlungen stammen jedoch nicht aus erwirtschafteten Gewinnen, sondern aus den Einzahlungen neuer Anleger. Solange genügend neue Teilnehmer hinzukommen, kann ein solches Konstrukt weiterlaufen.
Zimbardi soll derweil selbst mindestens 10 Millionen Dollar aus dem Projekt abgezogen haben. Nach Angaben der Justiz verwendete er das Geld unter anderem für eine Immobilie, Luxusautos und Unterhaltszahlungen.
Für die Teilnehmer entstand damit ein völlig anderes Bild als das, was hinter den Kulissen geschah. Während sie glaubten, ihr Geld erwirtschafte Rendite, soll ein Teil ihrer Kryptowährungen genutzt worden sein, um andere Anleger zu bezahlen, riskante Geschäfte zu tätigen und persönliche Ausgaben Zimbardis zu finanzieren.
Als Zimbardi erfuhr, dass das FBI gegen ihn ermittelte, soll er nach Angaben der Justiz nach Fidschi ausgereist sein. Dort hielt er sich mehr als ein Jahr auf.
Dieser Aufenthalt endete am Freitag. Die Behörden in Fidschi wiesen ihn aus, anschließend wurde er mit Unterstützung des FBI und des US-Außenministeriums in die Vereinigten Staaten zurückgebracht.
Dort erwartet ihn ein umfangreiches Strafverfahren. Zimbardi wurde am 8. Juli in zwölf Fällen von Internetbetrug, in zwölf Fällen von Geldwäsche sowie wegen einer Verschwörung zur Geldwäsche angeklagt.
Nach seiner Ankunft sollte er zunächst vor einem Bundesrichter in Los Angeles erscheinen. Die Staatsanwaltschaft will ihn anschließend nach Georgia überstellen lassen, wo das Verfahren gegen ihn geführt wird.
Dort wird sich schließlich klären müssen, was genau mit den Kryptowährungen im Wert von mehr als 165 Millionen Dollar aus den Einzahlungen geschehen ist. Die Vorwürfe gegen Zimbardi wiegen schwer, seine Schuld ist jedoch noch nicht gerichtlich festgestellt.
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