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Der Kryptomarkt hat eine außergewöhnlich starke Woche hinter sich, und Zcash (ZEC) zählt zu den größten Gewinnern. Der Privacy-Coin legte um 67 Prozent zu und erreichte den höchsten Kurs seit Januar 2018.
Während viele Coins in dieser Woche aus dem tiefen Loch kletterten, in dem sie praktisch das ganze Jahr gesteckt hatten, bekam Zcash vom Krypto-Winter kaum etwas zu spüren. Schon 2025 gehörte der Coin zu den großen Ausreißern nach oben.
Für Zcash war es eine der besten Wochen überhaupt. Der Kurs stieg von 485 Dollar auf in der Spitze 855 Dollar. Damit lag er mehr als 100 Dollar über dem Hoch von Ende vergangenen Jahres.

Unter den gesamten Top 100 ist Zcash in dieser Woche der fünftstärkste Coin – beachtlich für den elftgrößten Coin des Marktes. Die Marktkapitalisierung, also der Wert aller umlaufenden Coins, stieg von 8,25 Milliarden Dollar auf mehr als 14 Milliarden Dollar.
Spät am gestrigen Abend markierte ZEC den Höchststand. Anschließend gab der Kurs im Zuge einer breiteren Marktschwäche um fast 10 Prozent nach, inzwischen hat er sich jedoch weitgehend erholt.
Im Juni war Zcash noch um 60 Prozent eingebrochen, von etwa 630 auf 250 Dollar. Entwickler hatten damals eine Sicherheitslücke gemeldet, über die unbemerkt neue Coins erzeugt werden konnten.
Entdeckt wurde die Schwachstelle nicht von einem menschlichen Forscher, sondern von einem KI-Modell, das den Code durchsuchte. Zu diesem Zeitpunkt bestand sie bereits seit vier Jahren.
Die Lücke befand sich im Orchard-Pool, dem abgeschirmten Teil des Netzwerks, in dem Transaktionen verborgen bleiben. Gerade dort würden unrechtmäßig erzeugte Coins kaum auffallen, weil niemand die Bücher prüfen kann.
Ob die Lücke jemals ausgenutzt wurde, ist nicht bekannt. Das Netzwerk-Update NU6.2 schloss die Schwachstelle und aktivierte den Pool wieder.
Wer damals in der Panik eingestiegen ist, wurde reichlich belohnt: Seit diesem Tief ist der Kurs um 237 Prozent gestiegen.
Der gesamte Kryptomarkt zog in dieser Woche nach einem Eingriff am US-Anleihemarkt an. Dort nimmt der Staat Geld auf, und diese Finanzierungskosten waren in den vergangenen Monaten auf historisch hohe Niveaus gestiegen.
Das US-Finanzministerium will mehr langlaufende Staatsanleihen zurückkaufen, wodurch die Renditen am langen Ende sanken. Zwar wurde diese Bewegung rasch wieder egalisiert, doch Washington signalisiert nun, dass es eingreifen will, sobald die Finanzierungskosten aus dem Ruder laufen. Der Markt rechnet mit weiteren Eingriffen, höherer Inflation und einem schwächeren Dollar – davon profitiert Krypto.
Auch Donald Trump sorgte mit einem Krypto-Treffen im Weißen Haus erneut für positive Aufmerksamkeit. Dass die Kurse so schnell anzogen, lag aber vor allem an Short-Positionen in Milliardenhöhe (Wetten auf fallende Kurse), die liquidiert wurden. Dadurch mussten Händler ihre geliehenen Assets zurückkaufen.
Für Zcash kam am Freitag ein zusätzlicher Impuls hinzu. Grayscale reichte bei der US-Aufsicht das fünfte überarbeitete Registrierungsdokument ein, um seinen Zcash-Fonds in einen ETF umzuwandeln. Bei einer Genehmigung wäre es der erste US-Fonds, der den ZEC-Kurs direkt abbildet.
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