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Vor etwa einem Monat machte XRP seinen ersten Schritt an die Wall Street. Canary Capital durfte am 13. November den allerersten börsennotierten Fonds für Ripples Kryptowährung lancieren. Inzwischen haben Investoren die Wahl zwischen fünf verschiedenen Fonds, und es wurden bereits beträchtliche Summen investiert. Heute werfen wir einen Blick auf die Zahlen.
Canary Capital brach gleich bei der Einführung seines XRPC-Fonds einen Rekord . Am ersten Tag wurde ein Handelsvolumen von 58,6 Millionen Dollar erreicht. Damit wurde es der beliebteste ETF-Start des Jahres. Eine beeindruckende Leistung angesichts der mehr als 900 Fonds, die an die Börse strebten.
Das waren geringfügig mehr als die 57 Millionen Dollar, die Bitwise Ende Oktober mit dem ersten Solana-Fonds erzielte.
XRPC war der erste Spot Exchange-Traded Fund (ETF) basierend auf XRP. Im September brachten REX Shares und Osprey Funds bereits einen XRP ETF auf den Markt, der jedoch auch Derivate wie Optionsscheine beinhaltet.
Ein Spot-ETF für XRP ist ein börsennotierter Fonds, der echte XRP-Münzen kauft und aufbewahrt.
Beim Kauf eines solchen ETFs investiert man direkt an der Börse in den XRP-Kurs, ohne selbst XRP kaufen oder verwahren zu müssen. Der Fonds folgt dem Preis von XRP eins zu eins, da im Hintergrund tatsächlich XRP gehalten wird.
Eine Woche nach dem Start des Canary Capital Fonds stieg Bitwise in das Rennen ein. Danach folgten Franklin Templeton, Grayscale und vergangenen Freitag schließlich 21Shares.
Laut Daten von SoSoValue ist der Fonds von Canary Capital der Favorit der Anleger mit einem gesamten Nettozufluss von 374,89 Millionen Dollar. Danach liegen alle weiteren Fonds nur knapp auseinander.
Grayscale hat 218,67 Millionen Dollar angezogen, Bitwise 208,70 Millionen Dollar und Franklin Templeton 184,77 Millionen Dollar.
Insgesamt wurden somit bereits 974,50 Millionen Dollar investiert. Die Zahlen übertreffen sogar die Gesamtsumme der sieben Solana-Fonds, die sich lediglich auf 674,96 Millionen Dollar belaufen. Dabei ging der erste Bitwise Fonds bereits am 28. Oktober an die Börse.
Daten von XRP Insights zeigen, dass die ETFs nun gemeinsam 669,92 Millionen XRP verwalten. Das entspricht fast 0,67 Prozent des gesamten Bestands und hat einen Wert von über 1,34 Milliarden Dollar.
Der Erfolg der Fonds spiegelt sich nicht im Kurs von XRP wider. Die Altcoin hat erheblich an Wert verloren. Am 13. November musste man noch über 2,50 Dollar zahlen, um die Münze in die Wallet zu bekommen, jetzt liegt der Preis bei 2 Dollar. Das ist ein Verlust von 20 Prozent.
Laut Analyst Ali Martinez ist das aktuelle Niveau entscheidend. „XRP muss 2 Dollar halten, um einen Absturz auf 1,20 Dollar zu vermeiden,“ schrieb er gestern auf der Social-Media-Plattform X.
XRP fällt nach dem Scheitern des Clarity Act um mehr als 9 Prozent. Technische Signale deuten dennoch auf eine mögliche Erholung in Richtung 1,70 Dollar hin.
XRP verlor 12 Prozent, nachdem der CLARITY Act im US-Senat gescheitert war. Dennoch sieht sich Ripple rechtlich besser aufgestellt als viele andere Coins.
XRP ist nach der Ablehnung des CLARITY Act massiv eingebrochen. Nun sind Käufer gefragt, um einen noch größeren Absturz abzuwenden.
Ein Finanzexperte geht davon aus, dass XRP nicht lange unter der Marke von 2 Dollar bleiben wird, und verweist auf drei Entwicklungen, die den Kurs stützen könnten.
Ein Analyst hält einen Anstieg des XRP-Kurses auf 60 Dollar für möglich, falls ein wichtiger Widerstand überwunden wird. Dafür wäre ein Kursanstieg von mehr als 4.000 Prozent nötig.
KI-Modelle prognostizieren den XRP-Kurs für den 1. Oktober. Im Schnitt rechnen sie mit 1,29 Dollar, die Unterschiede fallen jedoch auffallend groß aus.