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Der XRP-Kurs steht stark unter Druck und zählt heute zu den größten Verlierern unter den großen Kryptowährungen. Ripple (XRP) verlor innerhalb von 24 Stunden mehr als zehn Prozent und fiel gerade auf 1,35 Dollar. Dies ist der niedrigste Stand seit Ende November 2024 und alarmiert die Anleger.
Der starke Rückgang ist Teil einer breiteren Korrektur am Kryptomarkt, jedoch wird XRP besonders stark getroffen. Der Coin schneidet derzeit sogar schlechter ab als andere große Altcoins.
Die Kursgrafiken zeigen einen klaren Abwärtstrend sowohl auf kurzen als auch auf längeren Zeitrahmen. Noch vor einem Monat schoss der XRP-Kurs auf 2,40 Dollar. Dieser Anstieg wurde jedoch vehement zurückgewiesen, woraufhin ein deutlicher Rückgang folgte.
Seit diesem Höchststand hat XRP etwa vierzig Prozent seines Wertes eingebüßt. Der Verkaufsdruck nahm in den letzten Tagen weiter zu, was zu einer Beschleunigung des Rückgangs auf das aktuelle Niveau führte.

Auffällig ist, dass die jüngste Kursschwäche nicht durch Abflüsse aus XRP-bezogenen Anlageprodukten erklärt werden kann. Noch am vergangenen Donnerstag wurde ein Rekordabfluss von fast 93 Millionen Dollar aus XRP-ETFs gemeldet, der damals eine eindeutige Rolle beim Kursrückgang spielte.
In den letzten Tagen zeigt sich jedoch das Gegenteil. Laut Daten von SoSoValue flossen am Dienstag fast 19,5 Millionen Dollar und am Mittwoch nochmals über 4,8 Millionen Dollar in diese Fonds. Dennoch blieb eine Erholung aus.
Auch von Ripple selbst kam zuletzt positive Nachrichten. Das Unternehmen kündigte institutionelle Unterstützung für Hyperliquid über seine Prime-Brokerage-Plattform an. Dennoch konnte dies den XRP-Kurs nicht stabilisieren.
Laut Marktbeobachtern liegt die Ursache vor allem außerhalb des XRP-Ökosystems. Es gibt keine Anzeichen für fundamentale Schwächen bei Ripple selbst. Stattdessen scheint die anhaltende Unsicherheit auf dem breiteren Kryptomarkt ausschlaggebend zu sein.
Die Kombination aus Angst unter privaten Anlegern und großangelegten Liquidationen übt zusätzlichen Druck aus. In volatilen Märkten wie dem Kryptomarkt können solche Liquidationsketten den Rückgang verstärken, insbesondere wenn Unterstützungsniveaus brechen.
Kryptoanalyst CryptoWZRD wies darauf hin, dass XRP den Tag bearish abschloss und dabei das Unterstützungsniveau um 1,51 Dollar testete. Dieses Niveau hielt nicht stand, wodurch der Weg zu niedrigeren Preisen frei wurde.
Analysten verweisen nun vor allem auf zwei verbleibende Unterstützungszonen. Das Niveau um 1,40 Dollar, wo der Kurs kürzlich landete, gilt als erstes Auffangnetz. Darunter gibt es noch Unterstützung um 1,27 Dollar.
Wenn auch diese Zone fällt, rückt laut mehreren Analysten das psychologische Niveau von 1 Dollar schnell in den Fokus. Dies würde einen weiteren harten Test für das Vertrauen der XRP-Anleger bedeuten, besonders nach dem starken Rückgang der letzten Wochen.
XRP fällt um fast zehn Prozent, nachdem der CLARITY Act gescheitert ist. Auch Bitcoin gibt nach, während der Markt auf den Zinsentscheid wartet.
Ethereum, XRP und Solana könnten profitieren, wenn der CLARITY Act im Gesetzgebungsverfahren vorankommt. Auch bei Bitcoin zeichnet sich eine deutliche Kursbewegung ab.
Der XRP Ledger braucht nur noch eine Stimme, um die letzte Phase auf dem Weg zu Batch V1.1 einzuleiten – einem wichtigen Upgrade für den Zahlungsverkehr.
Ein Finanzexperte geht davon aus, dass XRP nicht lange unter der Marke von 2 Dollar bleiben wird, und verweist auf drei Entwicklungen, die den Kurs stützen könnten.
Ein Analyst hält einen Anstieg des XRP-Kurses auf 60 Dollar für möglich, falls ein wichtiger Widerstand überwunden wird. Dafür wäre ein Kursanstieg von mehr als 4.000 Prozent nötig.
KI-Modelle prognostizieren den XRP-Kurs für den 1. Oktober. Im Schnitt rechnen sie mit 1,29 Dollar, die Unterschiede fallen jedoch auffallend groß aus.