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Anfang dieses Monats gab es noch großartige Neuigkeiten: Der jahrelange Rechtsstreit zwischen Ripple und der US-Börsenaufsicht SEC neigt sich dem Ende zu. Doch die Kursentwicklung von XRP ist enttäuschend. Kurz nach der Ankündigung stieg der Kurs lediglich um etwa 11 %, um anschließend wieder zu fallen.
Zum Zeitpunkt des Schreibens verzeichnet XRP ein Minus von 4,3 % innerhalb der letzten 24 Stunden. Was ist da los?

Laut Daten der Blockchain-Analyseplattform Santiment verhalten sich die großen Akteure – sogenannte Whales mit 1 bis 10 Millionen XRP in ihrer Wallet – in der vergangenen Woche auffällig ruhig. Und das ist kein Zeichen von Vertrauen. Gemeinsam halten sie rund 5,82 Milliarden XRP, doch es scheint kaum Interesse zu geben, weitere Bestände aufzustocken. Diese Zurückhaltung sorgt dafür, dass der Markt kurzfristig etwas wackelig wirkt.
Hinzu kommt, dass das Ende des jahrelangen Rechtsstreits zwischen Ripple und der SEC nicht den erhofften Kursschub gebracht hat. Statt einer euphorischen Rallye schien die Nachricht bereits vollständig eingepreist zu sein. Eigentlich logisch, denn im November und Januar gab es bereits starke Kursanstiege. XRP stieg damals von einem lokalen Tief bei etwa 0,50 US-Dollar auf ein Hoch von 3,39 US-Dollar – ein Anstieg von fast 580 %.
Diese Bewegungen fielen genau mit Trumps Wahlsieg und seiner bevorstehenden Amtseinführung zusammen. Viele Investoren rechneten bereits mit einer krypto-freundlichen Politik und dem Ende der Ripple-Klage. Mit anderen Worten: Die großen Erwartungen waren bereits im Kurs enthalten.
Ein weiterer wichtiger Punkt im Hintergrund ist die Abkühlung des Derivatemarkts von XRP – sichtbar in einem deutlich gesunkenen Open Interest (OI), was ein pessimistisches Stimmungsbild widerspiegelt.
OI steht für die Gesamtzahl offener Futures- und Optionskontrakte und zeigt an, wie viel Kapital aktiv im Markt ist. Dieser Wert ist stark gefallen: Laut Daten der Analyseplattform CoinGlass liegt das OI für XRP derzeit bei etwa 3,82 Milliarden US-Dollar – ein Rückgang von 52 % gegenüber dem Hoch von 7,8 Milliarden am 18. Januar.
Warum ist das wichtig? Ein sinkendes Open Interest bedeutet, dass weniger Kapital in den Markt fließt. Weniger Kapital bedeutet weniger Kaufdruck – und ohne genügend Käufer hat der Kurs es schwer, sich zu behaupten.
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