Nach einer kurzfristigen Erholung scheint der XRP-Kurs erneut in schweres Fahrwasser zu geraten. Ein technisches Muster bereitet Sorgen unter einem Analysten, und wichtige Kursniveaus stehen kurz davor, gebrochen zu werden. Was bedeutet das für die Zukunft von XRP?
XRP-Kurs bricht unter kritisches Muster
Der Kurs von XRP hat ein besorgniserregendes technisches Muster gebildet, laut Analyst Arman Shirinyan. Nach einer Reihe gescheiterter Versuche, weiter zu steigen, hat die Münze nun einen ’niedrigeren Höhepunkt‘ gebildet. Das deutet laut dem Analysten auf eine Trendwende hin und leitet eine bearishe Phase ein.
Der XRP-Kurs schwankt derzeit um 3,03 Dollar. Das ist ein starker Rückgang im Vergleich zu gestern, als die Münze noch bei etwa 3,12 Dollar gehandelt wurde. Letzte Woche erreichte XRP sogar noch einen Höhepunkt von 3,18 Dollar.
Die digitale Münze schafft es immer wieder nicht, überzeugend zu durchbrechen, wodurch die Bears immer mehr Kontrolle über den Markt gewinnen. Das Preisniveau um 3 Dollar fungiert als ein wichtiges Unterstützungsniveau, aber das droht nun zu brechen. Laut dem Analysten ist ein Rückgang auf 2,90 Dollar gut möglich, mit sogar einem weiteren Fall auf 2,81 Dollar als Risiko. Das entspricht einem Verlust von fast 7,3 Prozent.
Der Abwärtsdruck kommt nicht aus dem Nichts. Laut Daten von Analyseplattform CoinGlass wurden Longpositionen im Wert von 6,4 Millionen Dollar in nur 24 Stunden liquidiert. Viele Investoren setzten auf einen Anstieg, wurden jedoch enttäuscht. Durch das Ausmaß der Liquidationen mussten sie ihre Positionen zwangsweise schließen, was den Verkaufsdruck weiter verstärkt hat.
Kurzfristiger Druck, aber langfristiger Optimismus
Obwohl die Bears derzeit die Oberhand zu haben scheinen, bleibt das Bild auf mittel- bis langfristige Sicht viel optimistischer. So wurde gestern das erste amerikanische XRP Spot Exchange-Traded Fund (ETF) gestartet.
Darüber hinaus liegen noch sieben vollwertige Anträge für XRP Spotfonds zur Bewertung bei der Securities and Exchange Commission (SEC) vor. Die Fristen dafür fallen in den Oktober, und laut Experten ist die Erwartung groß, dass diese Fonds tatsächlich genehmigt werden. So spricht ETF-Experte Nate Geraci von einer Chance von „nahezu 100 Prozent“.
Zudem scheinen in den kommenden Monaten mehrere Zinssenkungen in den Vereinigten Staaten bevorzustehen. Das macht das Leihen günstiger, wodurch mehr Liquidität verfügbar wird. Diese zusätzlichen Mittel suchen oft ihren Weg in risikoreichere Anlagen, wie Kryptowährungen, auf der Suche nach Rendite.
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