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Visa will gemeinsam mit Dunamu, dem südkoreanischen Unternehmen hinter der Kryptobörse Upbit, neue Anwendungen für Stablecoins und künstliche Intelligenz prüfen. Im Fokus stehen unter anderem internationale Zahlungen und Transaktionen, die künftig eigenständig von KI-Systemen ausgeführt werden könnten.
Mit der Zusammenarbeit will Dunamu seine Technologie für digitale Vermögenswerte mit dem weltweiten Zahlungsnetzwerk von Visa verbinden. Konkrete Produkte wurden bislang nicht angekündigt.
Stablecoins spielen in der Partnerschaft eine wichtige Rolle. Dabei handelt es sich um digitale Coins, deren Wert in der Regel an eine klassische Währung wie den US-Dollar gekoppelt ist. Dadurch schwankt ihr Preis meist deutlich weniger stark als bei Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC).
Visa und Dunamu wollen untersuchen, wie Stablecoins für Zahlungen, internationale Überweisungen und die Abwicklung von Transaktionen genutzt werden können.
Nach Einschätzung von Dunamu-Chef Oh Kyung-seok könnten künstliche Intelligenz, Stablecoins und Tokenisierung erheblichen Einfluss darauf haben, wie Finanzdienstleistungen und Handel künftig funktionieren. Dunamu will digitale Vermögenswerte daher enger mit dem bestehenden Finanzsystem verzahnen.
Eines der geprüften Projekte ist Open USD (OUSD), ein an den US-Dollar gekoppelter Stablecoin, der im Juni von Open Standard gestartet wurde.
Nach Angaben von Open Standard haben sich mehr als 140 Unternehmen für die Nutzung von OUSD angemeldet. Dazu zählen bekannte Namen wie Visa, Mastercard, Stripe, Coinbase und BlackRock.
Das bedeutet allerdings nicht, dass OUSD automatisch ins Zentrum der Zusammenarbeit rückt. Dunamu betont, dass mehrere Stablecoin-Projekte geprüft werden und vorerst kein Stablecoin bevorzugt wird.
Zuvor hatte es Verwirrung über die Rolle von Upbit bei OUSD gegeben. Nachdem die Muttergesellschaft Dunamu als eine der Parteien rund um die Initiative genannt worden war, erklärte Upbit im Juli, nicht an der Ausgabe des Stablecoins beteiligt zu sein.
Neben Stablecoins prüfen Visa und Dunamu den sogenannten Agentic Commerce. Dabei können KI-Agenten im Auftrag eines Nutzers eigenständig Aufgaben übernehmen.
Ein KI-Assistent könnte etwa nach einem Produkt suchen, Preise bei verschiedenen Anbietern vergleichen und den Kauf anschließend selbstständig abschließen. Auch die Zahlung könnte dabei vom KI-System abgewickelt werden.
Visa und Dunamu wollen untersuchen, wie solche KI-Agenten an eine Infrastruktur für Stablecoin-Zahlungen angebunden werden können. Dabei betrachten die Unternehmen auch die Verarbeitung und die endgültige Abwicklung dieser Transaktionen.
Visa bringt sein globales Zahlungsnetzwerk und Erfahrung in der Transaktionsverarbeitung ein. Dunamu verfügt unter anderem über Upbit über Expertise bei Blockchain-Technologie und digitalen Vermögenswerten.
Die Zusammenarbeit befindet sich vorerst noch in der Forschungsphase. Visa und Dunamu haben bislang keine konkreten Produkte oder Dienstleistungen angekündigt.
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