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Die US-Börsenfutures zeigen sich am Freitagmorgen nahezu unverändert. Anleger warten auf die wichtigste Konjunkturzahl der Woche: den Arbeitsmarktbericht für Juli.
Die S&P-500-Futures gaben leicht um 0,02 Prozent nach. Dow-Futures verloren 98 Punkte, ein Minus von 0,18 Prozent. Nasdaq-100-Futures legten um 0,14 Prozent zu.
Der Markt kommt aus einer schwächeren Sitzung. Der Dow Jones verlor am Donnerstag mehr als 460 Punkte und beendete damit eine Serie von fünf Gewinntagen. Der S&P 500 fiel um 0,2 Prozent, der Nasdaq gab um 0,1 Prozent nach. Ausschlaggebend war vor allem Öl.
Der Ölpreis zog erneut an und belastete damit die Stimmung. Das ist relevant, weil der Markt in den vergangenen Tagen vor allem von der Hoffnung auf eine Einigung rund um die Straße von Hormus gestützt wurde. Sollte diese Schifffahrtsroute tatsächlich wieder geöffnet werden, könnte Öl weiter fallen und der Inflationsdruck nachlassen.
Damit könnten auch die langen Renditen sinken, was Aktien und insbesondere Technologiewerten zugutekäme.

Solange es jedoch keine klare Bestätigung gibt, dass Hormus wieder normal funktioniert, bleibt Öl anfällig für jede Schlagzeile. Ein steigender Ölpreis erinnert Anleger daran, dass der Krieg mit dem Iran noch nicht aus dem Markt verschwunden ist.
Trotz des Rückgangs bleibt das breitere Marktbild stärker als noch vor einigen Wochen.
Technologie hat erneut die Führung übernommen. Vor allem Chipaktien entwickelten sich in dieser Woche stark, nachdem sie im vergangenen Monat deutlich korrigiert hatten. Der iShares Semiconductor ETF liegt in dieser Woche mehr als 5 Prozent im Plus.
Das passt zu der Einschätzung, dass der Markt die Momentum-Positionierung teilweise bereinigt hat. Nach der kräftigen KI-Korrektur waren die Bewertungen weniger extrem, während die Quartalszahlen mehrerer Unternehmen stark genug ausfielen, um Vertrauen zurückzubringen.
Airbnb stieg nachbörslich um 9 Prozent, nachdem die Ergebnisse besser als erwartet ausgefallen waren. Cloudflare sprang sogar um 16 Prozent nach oben, gestützt von starken Prognosen für das laufende Quartal und das Gesamtjahr.
Das zeigt, dass Anleger weiterhin bereit sind, Wachstumsaktien zu kaufen, solange die Zahlen überzeugen.
Heute steht der US-Arbeitsmarkt im Mittelpunkt. Ökonomen erwarten, dass die Wirtschaft im Juli lediglich 83.000 neue Stellen geschaffen hat. Die Arbeitslosenquote dürfte unverändert bei 4,2 Prozent bleiben.
Für den Markt sind auch das Lohnwachstum und die Erwerbsquote wichtig.
Ein schwacher Bericht könnte die Zinssorgen dämpfen, weil die US-Notenbank dann weniger Spielraum hätte, die Zinsen weiter anzuheben. Das wäre positiv für Aktien, Technologiewerte und risikoreiche Anlagen.
Ein starker Bericht mit hohem Lohnwachstum könnte dagegen das Gegenteil bewirken. Dann kehrt die Sorge zurück, dass die Inflation hartnäckig bleibt und die US-Notenbank im September erneut eingreifen muss.
Iran will amerikanische und israelische Schiffe aus der Straße von Hormus ausschließen. Damit rücken eine Einigung und niedrigere Ölpreise in weitere Ferne.
Jamie Dimon warnt, dass versteckte Schulden die Finanzmärkte anfälliger machen und das Risiko plötzlicher Turbulenzen erhöhen.
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