Liquidität ist der Treibstoff der Finanzmärkte. Wenn sie versiegt, geraten alle Vermögenswerte unter Druck. In den vergangenen Monaten haben sich die treibenden Kräfte hinter der Liquidität verschoben: Zunächst war es die Emission von Treasury Bills, nun liegt der Fokus auf den Repo-Märkten. Diese zeigen jedoch deutliche Anzeichen einer Schrumpfung, so die Analysten von Prometheus Research.
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Rückgang der Liquidität auf mehreren Ebenen
Sowohl die politische als auch die private Liquidität nimmt ab. Die Reserven der Banken bei der Fed sinken – eine direkte Folge des Bilanzabbaus der Zentralbank.

Gleichzeitig gerät die kommerzielle Liquidität unter Druck: Repurchase Agreements (Repos) und Commercial Paper verzeichnen einen Rückgang der Aktivität.

Ein verschlechtertes Liquiditätsumfeld ist selten eine gute Nachricht für risikoreiche Anlagen. Weniger verfügbare Liquidität bedeutet vorsichtigere Investoren, eine abnehmende Kreditvergabe und eine sinkende Nachfrage nach Vermögenswerten. Dies betrifft nicht nur Aktien und Anleihen, sondern auch Bitcoin.

Die Rolle der US-Zentralbank
Die Liquidität im Finanzsystem wird stark von der Bilanz der Federal Reserve beeinflusst. Auf der Aktivseite baut die Fed weiterhin ihr Anleiheportfolio ab. Auf der Passivseite sorgt eine Stabilisierung des Treasury General Accounts (TGA) für eine gewisse Entlastung, doch der Rückgang der Reverse-Repo-Fazilitäten bedeutet, dass die Netto-Liquidität weiterhin schrumpft.

Die Veränderungen in den Reservebilanzen lassen sich also als Ergebnis dieser Kräfte verstehen: Weniger Vermögenswerte in der Fed-Bilanz und eine Netto-Liquiditätsaufnahme durch ihre Passivseite. Dies verteuert Geld, erhöht die Finanzierungskosten und begrenzt den spekulativen Spielraum am Markt.
Sollten die Analysten von Prometheus Research recht behalten, könnte diese Entwicklung in den kommenden Monaten negative Auswirkungen auf Bitcoin haben. Andererseits ist es wichtig zu betonen, dass die Erfassung der globalen Liquidität eine komplexe Aufgabe ist.
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