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Donald Trump droht Iran erneut mit einem massiven US-Angriff. Anlass sind verdächtige Aktivitäten am Pickaxe Mountain, einer unterirdischen Anlage in der Nähe der beschädigten Atomanlage Natanz. Neue Satellitenbilder zeigen, dass die Arbeiten dort in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen haben.
Der amerikanische Präsident warnt Teheran davor, an dem Standort „Spielchen zu treiben“. Sollte Iran dort erneut an seinem Atomprogramm arbeiten, droht Trump mit hartem Eingreifen.
Pickaxe Mountain gilt als einer der Standorte, an denen Iran möglicherweise weiterhin Teile seines Atomprogramms unterbringen könnte. Die Anlage liegt in der Nähe von Natanz, einer wichtigen iranischen Atomanlage, die zuvor schwer beschädigt wurde.
Trump machte am Mittwoch deutlich, dass Washington die Entwicklungen genau verfolgt. Er warnte Iran davor, am Pickaxe Mountain „Spielchen zu treiben“, und erklärte, die Vereinigten Staaten würden hart zuschlagen, sollten dort Aktivitäten stattfinden, die Washington als Bedrohung wertet.
Die Warnung ist bemerkenswert, weil die Vereinigten Staaten bereits im Juni 2025 Angriffe auf die iranischen Atomanlagen Natanz, Fordow und Isfahan geflogen hatten. Pickaxe Mountain rückt nun erneut in den Fokus, weil aktuelle Satellitenbilder auf deutlich mehr Aktivität rund um den Standort hindeuten.
Iran bestreitet, Atomwaffen entwickeln zu wollen. Das Land beharrt darauf, dass sein Atomprogramm friedlichen Zwecken dient.
Forscher des Center for Strategic and International Studies, kurz CSIS, haben neue Satellitenbilder von Pickaxe Mountain ausgewertet. Nach ihren Angaben gab es 2026 auf den Straßen rund um den Standort mehr Verkehr als je zuvor beobachtet.
Auch die Art der Arbeiten scheint sich verändert zu haben. Während zuvor vor allem an der Aushebung der Anlage gearbeitet wurde, sieht CSIS nun Hinweise auf mögliche Arbeiten im Inneren. Zudem scheint Iran die Außenseite weiter zu verstärken.
Was genau unter dem Berg geschieht, bleibt unklar. Anhand von Satellitenbildern lässt sich nicht feststellen, ob Iran Zentrifugen nach Pickaxe Mountain verlegt hat. Solche Maschinen werden zur Urananreicherung eingesetzt und spielen damit eine wichtige Rolle in einem Atomprogramm.
CSIS kann daher nicht bestätigen, dass Iran seine nuklearen Kapazitäten an diesem Standort wieder aufbaut. Die Forscher bezeichnen die starke Zunahme der Aktivitäten rund um Pickaxe Mountain jedoch als verdächtig.
Für Trump entsteht damit ein neues Problem. Der amerikanische Präsident hat wiederholt erklärt, Iran dürfe keine Atomwaffe entwickeln, und frühere US-Angriffe als notwendig dargestellt, um genau das zu verhindern. Neue nukleare Aktivitäten könnten daher erneut Anlass für ein militärisches Eingreifen liefern.
Die Warnung zu Pickaxe Mountain fällt in eine Phase, in der der Krieg zwischen Iran und den Vereinigten Staaten weiter eskaliert. Iran feuerte in dieser Woche Raketen auf einen Militärstützpunkt in Jordanien ab, der von US-Truppen genutzt wird. Zudem gab es neue Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus.
Teheran warnte zudem, es sei bereit, den Krieg weiter auszuweiten, falls Washington weiterhin iranisches Staatsgebiet und wichtige Infrastruktur angreife. Iran gibt an, über ausreichend militärische Kapazitäten zu verfügen, um den Kampf noch lange fortzusetzen. Innerhalb der US-Regierung wird sogar damit gerechnet, dass der Krieg noch Jahre dauern könnte.
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