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Die US-Futures notierten am Mittwoch leicht im Minus, nachdem Iran amerikanische Truppen im Nahen Osten angegriffen hatte.

Nach Angaben des U.S. Central Command feuerten Einheiten der iranischen Revolutionsgarden bei einem Überraschungsangriff auf US-Stützpunkte in der Region mehrere ballistische Raketen ab. Laut Centcom wurden die Raketen abgefangen, der Ölmarkt reagierte jedoch umgehend.
WTI verteuerte sich um rund 4 Prozent auf fast 82 Dollar je Barrel. Damit kehrt die geopolitische Risikoprämie in den Markt zurück – ausgerechnet an dem Tag, an dem Anleger auf den Zinsentscheid der US-Notenbank warten.

Der Anstieg des Ölpreises kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. In den vergangenen Tagen hatten die Märkte etwas Entlastung erhalten, weil Öl nach einer Feuerpause in den Kämpfen zwischen den USA und Iran gefallen war. Das drückte die Renditen leicht und stützte vorübergehend die Aktienmärkte.
Der neue Angriff zeigt jedoch, wie fragil diese Entspannung war. Höhere Ölpreise könnten die Inflationssorgen erneut anfachen. Das macht die Aufgabe der Federal Reserve schwieriger. Der Markt preist weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von knapp 70 Prozent ein, dass die Fed den Leitzins heute unverändert bei 3,5 bis 3,75 Prozent belässt.
Entscheidend dürfte jedoch vor allem der Ton von Fed-Chef Kevin Warsh sein. Hält er die Tür für weitere Zinserhöhungen offen, könnte das vor allem Wachstumswerte und KI-nahe Aktien erneut belasten.
In Asien war der Druck in Südkorea am größten. Der Kospi verlor mehr als 8 Prozent, vor allem wegen deutlicher Verluste bei SK Hynix und Samsung Electronics. Der Rückgang fiel so stark aus, dass der Handel zeitweise ausgesetzt wurde. Auch der Kosdaq gab um mehr als 8 Prozent nach.
Damit verschärft sich die KI-Korrektur in Asien. Der Chipsektor steht seit Tagen unter Druck, weil Anleger an der Nachhaltigkeit der massiven KI-Investitionen zweifeln. Der VanEck Semiconductor ETF verlor am Dienstag erneut 3,5 Prozent und liegt auf Wochensicht mehr als 9 Prozent im Minus.

Der Nasdaq schloss dadurch bereits die fünfte Sitzung in Folge im Minus, während der Dow um mehr als 500 Punkte zulegte. Die Divergenz zeigt, wie eng der Markt inzwischen geworden ist.
Neben der Fed stehen heute auch wichtige Quartalszahlen im Fokus. Microsoft, Meta und Qualcomm legen nach Börsenschluss ihre Ergebnisse vor. Vor allem Microsoft und Meta sind für die KI-Story von zentraler Bedeutung.
Anleger wollen wissen, ob die Hyperscaler ihre KI-Ausgaben weiter erhöhen – und vor allem, ob diese Investitionen bereits messbare Renditen abwerfen.
Für Chipunternehmen sind höhere Investitionsausgaben positiv, solange die Nachfrage nach Chips, Speicher und Rechenzentren weiter wächst. Für die Hyperscaler selbst können sie jedoch die freien Cashflows und Bewertungen belasten.
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