Einführung
Um klar zu erklären, was Bitcoin bedeutet, müssen wir zwischen zwei Dingen unterscheiden, die beide unter diesem Begriff bekannt sind. Erstens gibt es die digitale Währung Bitcoin (BTC), mit der Nutzer Transaktionen ohne die Beteiligung einer zentralen Behörde wie einer Bank durchführen können. Zweitens gibt es das Bitcoin-Netzwerk, das diese Transaktionen mithilfe der sogenannten Blockchain-Technologie ermöglicht und dokumentiert.
Bitcoin ist die erste und mit Abstand größte Kryptowährung der Welt. Sie bildete die Grundlage für Tausende weitere Blockchains und digitale Währungen, die in den vergangenen Jahren entstanden sind. In diesem Artikel erfährst du, wie Bitcoin funktioniert, wer dahintersteckt, was es mit Mining und Halving auf sich hat und wie du selbst Bitcoin kaufen kannst.
Jetzt € 10 sichern Sie werden weitergeleitet zuWas ist BTC?
Bitcoin (BTC) ist eine digitale Währung, die auf einem Peer-to-Peer-Netzwerk basiert. Das bedeutet: Nutzer können Werte direkt untereinander übertragen, ohne dass eine Bank oder ein Zahlungsdienstleister dazwischensteht. Die Ausgabe neuer Coins und die Abwicklung von Transaktionen werden nicht von einer zentralen Behörde geregelt, sondern durch Verschlüsselungstechnologie und die Regeln des Netzwerks selbst.
Du kannst BTC an andere Nutzer senden, in immer mehr Geschäften und auf digitalen Plattformen damit bezahlen oder Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel halten, vergleichbar mit digitalem Gold. Bitcoin existiert dabei ausschließlich digital. Aufbewahrt werden die Coins in sogenannten Wallets. Der Zugriff erfolgt über einen privaten Schlüssel, den Private Key. Nur wer diesen Schlüssel besitzt, kann über die Coins verfügen. Deshalb gilt in der Krypto-Welt der Satz: Not your keys, not your coins.
Wer ist der Erfinder von Bitcoin?
Der Erfinder von Bitcoin ist bis heute unbekannt. Das White Paper, in dem das Netzwerk und die digitale Währung beschrieben werden, erschien im Oktober 2008 unter dem Namen Satoshi Nakamoto. Dabei handelt es sich um ein Pseudonym für einen Entwickler oder eine Gruppe von Entwicklern, die anonym geblieben sind. Am 3. Januar 2009 wurde der erste Block des Netzwerks erstellt, der sogenannte Genesis-Block.
Im Laufe der Jahre wurden mehrere Personen als möglicher Satoshi gehandelt, darunter die Computerexperten Nick Szabo und Dorian Nakamoto. Beide bestreiten jede Beteiligung am Bitcoin-Projekt. Der australische Programmierer Craig Wright behauptete jahrelang selbst, der Erfinder zu sein. Ein britisches Gericht stellte 2024 jedoch fest, dass Wright nicht Satoshi Nakamoto ist und seine Beweise gefälscht waren. Mehr als fünfzehn Jahre nach der ersten Transaktion ist somit immer noch ein Rätsel, wer Bitcoin und damit die Kryptowährungen erfunden hat.
Jetzt € 10 sichern Sie werden weitergeleitet zuWie viele Bitcoin gibt es? Die 21-Millionen-Grenze
Eine der wichtigsten Eigenschaften von Bitcoin ist die begrenzte Menge: Es wird niemals mehr als 21 Millionen BTC geben. Diese Obergrenze ist fest im Code des Netzwerks verankert. Rund 19,9 Millionen Bitcoin sind bereits im Umlauf, der Rest wird über die kommenden Jahrzehnte schrittweise durch das Mining ausgegeben.
Diese Knappheit unterscheidet Bitcoin grundlegend von traditionellen Währungen wie dem Euro oder dem Dollar, die Zentralbanken theoretisch unbegrenzt nachdrucken können. Viele Anleger betrachten Bitcoin deshalb als Schutz vor Inflation und als digitales Gegenstück zu Gold.
Was ist Bitcoin-Mining und Proof-of-Work?
Da das Netzwerk dezentral funktioniert, gibt es keinen zentralen Server, der das Bitcoin-Netzwerk betreibt. Die Lösung dafür heißt Mining, von Satoshi als Proof-of-Work-Protokoll bezeichnet. Beim Mining stellen Computer weltweit Rechenleistung bereit, um Transaktionen zu überprüfen und in neuen Blöcken zur Blockchain hinzuzufügen. Es ist im Grunde ein Wettlauf: Der Computer, der eine komplexe Rechenaufgabe zuerst löst, darf den nächsten Block erstellen und erhält dafür neue Bitcoins als Belohnung.
Das Netzwerk balanciert sich dabei selbst aus. Je mehr Rechenleistung teilnimmt, desto schwieriger wird die Aufgabe, sodass im Durchschnitt alle zehn Minuten ein neuer Block entsteht. Die gesamte Rechenleistung des Netzwerks wird als Hash-Rate bezeichnet. In den Anfangsjahren konnte man noch mit einem normalen Computer minen. Heute dominieren professionelle Miner mit speziellen Geräten und riesigen Anlagen, sogenannten Mining-Farmen, das Netzwerk.
Was ist das Bitcoin-Halving?
Die Belohnung, die Miner pro Block erhalten, wird etwa alle vier Jahre halbiert. Dieses Ereignis heißt Halving und sorgt dafür, dass immer weniger neue Bitcoins auf den Markt kommen, bis die Grenze von 21 Millionen erreicht ist. Beim jüngsten Halving im April 2024 sank die Belohnung von 6,25 auf 3,125 BTC pro Block. Das nächste Halving wird für 2028 erwartet.
Halvings gelten unter Anlegern als wichtige Ereignisse, weil sie das Angebot an neuen Coins verknappen. In der Vergangenheit folgten auf Halvings häufig deutliche Kursanstiege, auch wenn das keine Garantie für die Zukunft ist.
Warum Bitcoin benutzen?
Bitcoin bietet gegenüber traditionellem Geld mehrere Vorteile: Transaktionen laufen ohne zentrale Behörde, können nicht rückgängig gemacht oder zensiert werden, und das Netzwerk ist rund um die Uhr weltweit verfügbar. Die begrenzte Menge schützt zudem vor Geldentwertung durch unbegrenztes Nachdrucken.
Das Netzwerk hat aber auch Nachteile. In Zeiten hoher Auslastung steigen die Transaktionsgebühren, und der Energieverbrauch des Proof-of-Work-Protokolls ist erheblich. Für schnelle und günstige Alltagszahlungen wurde deshalb das Lightning-Netzwerk entwickelt, eine zweite Ebene auf der Bitcoin-Blockchain.
Obwohl Satoshi Nakamoto Bitcoin im White Paper als revolutionäres Zahlungsmittel beschrieb, nutzen die meisten Menschen BTC heute als Anlage und Wertspeicher. Der Bitcoin-Kurs stieg von wenigen Cent in den Anfangsjahren auf ein Allzeithoch von mehr als 120.000 Dollar im Jahr 2025. Dazwischen lagen allerdings auch heftige Abstürze von teils mehr als 70 Prozent. Bitcoin bleibt eine hochvolatile Anlage.
Jetzt € 10 sichern Sie werden weitergeleitet zuBitcoin-ETFs und institutionelle Anleger
Seit Anfang 2024 sind in den USA börsengehandelte Bitcoin-Fonds zugelassen, sogenannte Spot-ETFs. Damit können Anleger über ihr normales Wertpapierdepot in Bitcoin investieren, ohne selbst Coins zu verwahren. Große Vermögensverwalter wie BlackRock und Fidelity verwalten inzwischen zweistellige Milliardenbeträge in diesen Fonds. Auch Unternehmen und teilweise sogar Staaten halten mittlerweile Bitcoin in ihren Bilanzen. Diese institutionelle Adoption hat Bitcoin endgültig auf den traditionellen Finanzmärkten etabliert.
In der Europäischen Union regelt seit 2024 die MiCA-Verordnung den Handel mit Kryptowährungen. Anbieter benötigen eine Lizenz, was den Markt für Verbraucher sicherer macht.
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Bitcoin kaufen: So funktioniert es
Es gibt zwei Wege, an Bitcoin zu kommen. Der erste ist das Mining, das heute allerdings professionelle Ausrüstung erfordert und für Privatpersonen kaum noch rentabel ist. Der zweite und einfachste Weg führt über eine Krypto-Börse oder einen Broker.
In Deutschland sind unter anderem Bitvavo und Bitpanda bekannt. Dort kannst du Bitcoin einfach per SEPA-Überweisung, Kreditkarte oder anderen Zahlungsmethoden kaufen. Bitvavo bietet zudem einen Wallet-Service an, mit dem du deine Kryptowährungen direkt auf der Plattform verwahren kannst, und zählt zu den kostengünstigsten Krypto-Börsen in Europa. Wer maximale Kontrolle möchte, überträgt seine Coins anschließend in eine eigene Wallet, deren Private Key nur er selbst kennt.
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