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Der Kryptomarkt könnte am Beginn eines neuen Bullenzyklus stehen. Davon geht Chris Perkins aus, Leiter von Franklin Crypto beim Vermögensverwalter Franklin Templeton. Er sieht mehrere Hinweise auf einen Wandel im Markt. Besonders fallen ihm die Widerstandskraft von Bitcoin (BTC) und die wachsende Bedeutung großer institutioneller Investoren auf.
Perkins verweist zudem auf einen auffälligen Widerspruch. Der Kryptomarkt war zuletzt mit mehreren Belastungsfaktoren konfrontiert. Dennoch blieb Bitcoin aus seiner Sicht vergleichsweise robust. Gleichzeitig fließt wieder viel Kapital in Krypto-ETFs. Das macht ihn für die kommenden Wochen vorsichtig optimistisch.
Perkins äußerte sich dazu in einem Gespräch über die aktuelle Lage am Kryptomarkt. Seiner Einschätzung nach mehren sich die Anzeichen, dass ein neuer positiver Marktzyklus in Gang kommt.
„Es spricht vieles dafür, dass wir am Anfang eines Bullenzyklus stehen“, sagte Perkins.
Ein wichtiges Signal ist aus seiner Sicht die Rückkehr der Nachfrage nach Krypto-ETFs. Perkins verwies auf einen Handelstag, an dem rund eine Milliarde Dollar in diese börsengehandelten Fonds floss. Das zeige, dass Anleger wieder bereit seien, erhebliche Summen in den Markt zu investieren.
Doch nicht nur diese Zuflüsse stimmen ihn positiv. Perkins achtet vor allem darauf, wie Bitcoin auf schlechte Nachrichten reagiert.
Bitcoin wurde seiner Einschätzung nach mit mehreren Entwicklungen konfrontiert, die den Kurs deutlich hätten belasten können. Dazu zählt er unter anderem steigende Zinsen, geopolitische Spannungen und einen Ölpreis von über 100 Dollar.
Hinzu kommt die Unsicherheit über die Kryptoregulierung in den USA. Perkins verweist dabei auf den bislang ausstehenden Clarity Act. Trotz dieser geballten Gegenwinde habe sich Bitcoin bemerkenswert stabil gehalten.
„Es gab viele negative Entwicklungen, die Bitcoin und andere Anlageklassen hart hätten treffen können“, sagte Perkins.
Dahinter steht aus Sicht von Perkins eine größere Veränderung. Krypto wurde über Jahre häufig als riskante Anlageklasse behandelt, deren Kurse vor allem von Stimmung, Hype und Momentum bestimmt wurden. Das beginnt sich seiner Einschätzung nach zu ändern.
Große institutionelle Akteure spielen inzwischen eine deutlich wichtigere Rolle. Sie achten laut Perkins stärker auf Fundamentaldaten, bevor sie Kapital investieren. Gemeint sind damit unter anderem der tatsächliche wirtschaftliche Wert und die Nutzung eines Kryptoprojekts.
„Die institutionellen Anleger sind im Markt und prüfen Investments anhand von Fundamentaldaten“, sagte Perkins.
Diesen Unterschied sieht er auch innerhalb des Kryptomarkts selbst. Nicht jedes Projekt bewegt sich automatisch in dieselbe Richtung. Laut Perkins nimmt die Differenzierung zwischen Projekten anhand ihrer fundamentalen Basis zu.
Genau das macht ihn mit Blick auf einen möglichen neuen Bullenmarkt optimistisch. Er betont, dass diese Entwicklung für ihn wichtiger ist als steigende Kurse allein.
„Ich glaube, dass wir in einen Bullenzyklus eintreten. Am meisten begeistert mich aber, dass der Markt stärker differenziert“, sagte er.
Die optimistischen Aussagen bedeuten nicht, dass Perkins sich auf ein konkretes Kursziel für Bitcoin festlegt. Auf die Frage nach einem möglichen Bitcoin-Kurs von 120.000 Dollar weicht er aus.
Stattdessen achtet er darauf, wie der Markt auf neue Informationen reagiert. Anleger sollten laut Perkins vor allem dann genau hinsehen, wenn sich schlechte Nachrichten häufen, der Preis aber dennoch weiter steigt.
Genau dieses Verhalten fällt ihm derzeit auf. Während negative Entwicklungen früher oft ausreichten, um Risikoanlagen deutlich unter Druck zu setzen, sieht er Bitcoin inzwischen häufiger widerstandsfähig gegenüber solchen Belastungen.
Für Perkins ist daher nicht nur die Richtung des Bitcoin-Kurses entscheidend. Vor allem der Grund, aus dem Anleger kaufen, verändert sich seiner Ansicht nach. Der Kryptomarkt dreht sich in seinen Augen immer weniger ausschließlich um Memes und Momentum. Fundamentaldaten gewinnen an Bedeutung, auch weil institutionelle Anleger den Markt stärker prägen.
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