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Präsident Donald Trump rechnet vorerst nicht mit neuen Gesprächen mit Iran. Während die Vereinigten Staaten und Iran erneut gegenseitig Angriffe melden, drohen auch die Huthi im Jemen, die Schifffahrt im Roten Meer zu stören.

Die zunehmenden Spannungen sorgen für Unruhe am Ölmarkt, wo die Preise weiter steigen. Gleichzeitig versuchen Pakistan und Katar hinter den Kulissen, einen diplomatischen Durchbruch zu erreichen.

Trump sieht vorerst keinen Spielraum für Verhandlungen

Bei einem Treffen mit dem Präsidenten des Libanon sagte Trump, die Vereinigten Staaten hätten kein Interesse an neuen Gesprächen, solange Iran aus seiner Sicht nicht zu ernsthaften Verhandlungen bereit sei.

Iran wolle unbedingt mit den USA an den Tisch, doch solange Teheran nicht zu ernsthaften Gesprächen bereit sei, bestehe daran kein Interesse.

Donald Trump

Iran weist zurück, auf neue Verhandlungen zu drängen. Unterdessen versuchen Pakistan und Katar, die Diplomatie wieder in Gang zu bringen. Beide Länder wollen die Parteien zu den Eckpunkten des vorgeschlagenen vorläufigen Friedensabkommens vom 17. Juni zurückführen. Der iranische Innenminister Eskandar Momeni besuchte am Dienstag Pakistan, konkrete Fortschritte wurden jedoch nicht bekanntgegeben.

Die Kämpfe gingen unterdessen unvermindert weiter. Nach Angaben des US Central Command griffen die Vereinigten Staaten erneut iranische Kommandozentren, Abschussrampen und Luftabwehrsysteme an. Iran reagierte mit Angriffen auf Einrichtungen in Kuwait und Jordanien. Nach Angaben Kuwaits wurden dabei unter anderem Kraftwerke und Entsalzungsanlagen getroffen.

Auch die Schifffahrt wird zunehmend durch den Konflikt beeinträchtigt. Die britische Marine meldete Angriffe auf zwei Schiffe in der Nähe der Straße von Hormus. Der kommerzielle Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Wasserstraße fiel dadurch auf den niedrigsten Stand seit drei Wochen.

Ölpreis steigt wegen Gefahr für die Schifffahrt

Die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten hinterlassen auch am Ölmarkt deutliche Spuren. Seit die Kämpfe Anfang Juli erneut aufflammten, ist der Preis für Brent-Öl um rund 20 Prozent auf fast 92 Dollar je Barrel gestiegen. Anleger fürchten, dass eine weitere Eskalation die weltweite Ölversorgung beeinträchtigen könnte.

Diese Sorgen nahmen weiter zu, nachdem die Huthi am Montag angekündigt hatten, eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängen zu wollen. In einer Bloomberg vorliegenden Mitteilung warnte die Gruppe Reeder davor, weiterhin saudische Häfen anzulaufen. Damit könnte der Transport von Millionen Barrel Öl durch das Rote Meer gefährdet werden.

Trump reagierte gelassen auf die Drohung. Auf die Frage, was die Vereinigten Staaten tun würden, falls die Huthi Schiffe angreifen sollten, antwortete er:

„Sollte es dazu kommen, kümmern wir uns darum.“

Saudi-Arabien teilte am Dienstag mit, alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Schifffahrt in der Region zu ergreifen. Nach Angaben des Außenministeriums geschehe dies im Einklang mit dem Völkerrecht.

Krieg fordert weitere Opfer

Der Krieg fordert unterdessen weitere Opfer. Das Pentagon gab am Dienstag bekannt, dass Sergeant Angel S. Rampersad aus dem New Yorker Stadtteil Queens vermutlich bei einem feindlichen Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt Muwaffaq Salti in Jordanien getötet wurde. Er galt seit Freitag als vermisst. Zuvor hatte das US-Militär bereits den Tod von drei Soldaten im Irak und in Jordanien gemeldet.

Nach iranischen Angaben kamen bei den jüngsten US-Angriffen mehr als 50 Menschen ums Leben, mehr als 500 weitere wurden verletzt. Die Zahlen ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Trump machte deutlich, dass die Militärkampagne vorerst nicht beendet ist. Er sagte, weitere Angriffe seien wahrscheinlich, und wiederholte seine Drohung, Pickaxe Mountain anzugreifen, einen Ort, an dem die Vereinigten Staaten und Israel nukleare Aktivitäten vermuten. Iran warnte daraufhin, jeder Angriff auf Atomanlagen oder andere sensible Ziele werde mit einem „massiven Angriff“ beantwortet.

Der Krieg belastet auch den US-Haushalt zunehmend. Nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth haben die Militäroperationen die Vereinigten Staaten inzwischen 37,5 Milliarden Dollar gekostet. Ende Mai war der Betrag noch auf 29 Milliarden Dollar geschätzt worden.

Trotz der anhaltenden Kämpfe hält Iran die Tür für Diplomatie einen Spalt offen. Außenminister Abbas Araghchi sagte, Teheran bleibe zu diplomatischen Gesprächen bereit, allerdings nicht, solange das Land militärisch angegriffen werde. Die Lage in der Straße von Hormus habe weltweite Folgen, sagte er. Iran betrachte die Kontrolle über die strategische Wasserstraße als wichtiges Druckmittel gegenüber den Vereinigten Staaten.

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