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Telegram treibt die Krypto-Adoption mit einem großen Schritt voran. Der Messenger will in diesem Sommer eine eigene Non-Custodial-Kryptowallet für seine gesamte Nutzerbasis von rund einer Milliarde Menschen bereitstellen.
Nach Angaben von Gründer Pavel Durov wäre es die bislang größte Einführung einer Non-Custodial-Kryptowallet. Nutzer könnten ihre digitalen Vermögenswerte damit direkt über Telegram verwalten.
Durov kündigte die Pläne in einem Beitrag auf Telegram an. Viele technische Details sind noch offen. Er bestätigte jedoch, dass die neue GRAM-Wallet in diesem Sommer weltweit für alle Telegram-Nutzer verfügbar werden soll.
Besonders auffällig ist die Ankündigung, dass die Wallet direkte Krypto-Transaktionen ohne Gebühren ermöglichen soll. Wie Telegram dies technisch umsetzen will, hat das Unternehmen bislang nicht erläutert.
Die Einführung folgt auf einen tiefgreifenden Umbau im Ökosystem von The Open Network. Im vergangenen Monat wurde angekündigt, dass der ursprüngliche Coin Toncoin in GRAM umbenannt wird. Zugleich übernahm Telegram von der TON Foundation die Rolle des wichtigsten Netzwerkverwalters und größten Validators.
Telegram bietet bereits seit Längerem eine Kryptowegolet innerhalb der App an. Diese Wallet meldete Anfang des Jahres mehr als 150 Millionen registrierte Nutzer und ermöglicht das Speichern und Handeln digitaler Vermögenswerte.
Die neue GRAM-Wallet dürfte innerhalb der Plattform jedoch eine deutlich zentralere Rolle einnehmen. Da sie standardmäßig allen Nutzern zur Verfügung stehen soll, könnte die Hürde für den Einsatz von Krypto erheblich sinken.
Mit einer Nutzerbasis von rund einer Milliarde Menschen gilt Telegram seit Jahren als potenzielles Einfallstor für die weltweite Verbreitung digitaler Währungen. Verläuft die Einführung nach Plan, erhalten all diese Nutzer binnen weniger Monate Zugang zu einer eigenen Non-Custodial-Kryptowallet.
Der Start markiert zugleich ein bemerkenswertes Comeback von Telegram am Kryptomarkt. Das Unternehmen stellte 2018 das ursprüngliche TON-Projekt vor, musste es einige Jahre später jedoch nach einem Rechtsstreit mit der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) einstellen.
Nach Ansicht der Aufsichtsbehörde verstieß der Verkauf der ursprünglichen GRAM-Token gegen das US-Wertpapierrecht. Telegram beendete das Projekt daraufhin.
Mit der Einführung der neuen GRAM-Wallet und der Neuordnung des Ökosystems bekennt sich das Unternehmen erneut klar zu Krypto. Gelingt die weltweite Einführung, erhält eine Milliarde Telegram-Nutzer Zugang zu einer integrierten Wallet. Das könnte der Verbreitung digitaler Vermögenswerte neuen Schub geben.
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