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Michael Saylors Strategy war das erste Unternehmen, das Bitcoin (BTC) kaufte, und hat den Spitzenplatz als größter Unternehmenshalter seither nicht abgegeben. Inzwischen führen allerdings fast 200 weitere börsennotierte Unternehmen die Kryptowährung ebenfalls in ihrer Bilanz.
Dazu gehört auch Strive. Das Unternehmen hat zuletzt kräftig zugekauft und könnte seinem Vorstandschef zufolge noch in diesem Jahr zum zweitgrößten börsennotierten Bitcoin-Halter aufsteigen.
Matt Cole, Chef des Vermögensverwalters Strive, äußerte sich am Mittwoch im Podcast One Share entsprechend. „Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass Strive das Jahr als zweitgrößter Bitcoin-Halter beendet“, sagte er über das Unternehmen, das von dem US-Politiker Vivek Ramaswamy mitgegründet wurde.
„Dafür muss allerdings einiges zusammenkommen“, ergänzte Cole.
Der erste Punkt ist der eigene Aktienkurs.
Strive gab im vergangenen Jahr Warrants aus, also Optionsscheine, mit denen Anleger eine Aktie für 27 Dollar kaufen können. Wertvoll sind sie nur, solange die Aktie über diesem Preis notiert.
Werden sie ausgeübt, fließen dem Unternehmen Hunderte Millionen Dollar zu. Dieses Geld soll direkt in Bitcoin gehen.
Der zweite Punkt ist die Finanzierung der übrigen Käufe. Dafür nutzt Strive eine spezielle Aktie, die Anlegern an jedem Werktag eine Vergütung einbringt.
Ein solches Papier ist 100 Dollar wert, und an dieser Schwelle hält das Unternehmen strikt fest. Darunter gibt Strive keine neuen Aktien aus, wodurch der Zufluss frischen Kapitals zum Erliegen käme.
Strive hat dieses Modell von Strategy übernommen, das mit seiner STRC-Aktie binnen eines Jahres bereits BTC-Käufe im Umfang von mehr als 20 Milliarden Dollar finanziert hat.
Der dritte Punkt liegt nicht in Strives Hand. Die Unternehmen, die in der Rangliste börsennotierter Bitcoin-Halter vor Strive stehen, dürfen nicht zu aggressiv zukaufen.
Bislang spielt dem Unternehmen das in die Karten. Twenty One Capital, derzeit die Nummer zwei, hat seit Juli 2025 keine weiteren Bitcoin mehr gekauft.
Strive war allerdings nicht von Beginn an ein Bitcoin-Unternehmen. Der Vermögensverwalter startete 2022 als Gegenentwurf zu BlackRock und kam im vergangenen September über eine umgekehrte Übernahme an die US-Technologiebörse Nasdaq.
Seitdem wuchs der Bestand von rund 7.500 BTC Ende 2025 auf nun 23.156 BTC. Ein erheblicher Teil kam durch die Übernahme von Semler Scientific hinzu, das mehr als 5.000 BTC in der Bilanz hielt.
Im Juli kaufte Strive 136 Bitcoin. Im vergangenen Monat legte das Unternehmen mit dem Kauf von 3.156 neuen Coins deutlich nach.
Ende August kamen innerhalb einer Woche 1.800 BTC hinzu, was rund 143 Millionen Dollar entsprach. Damit überholte Strive die Exchange Bullish und rückte auf Platz fünf vor.
„Unsere Chancen, in der Rangliste schnell aufzusteigen, sind derzeit sehr groß“, sagte Cole.
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