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Bitcoin (BTC) notiert wieder in der Nähe der höchsten Stände dieses Jahres. Der Bitcoin-Kurs bewegt sich um 84.000 Dollar und liegt damit über dem Hoch vom Mai. Vollständig bestätigt ist der Ausbruch aus Sicht des Analysten Benjamin Cowen aber noch nicht.
Für ihn richtet sich in dieser Woche alles auf eine Zone zwischen etwa 82.000 und 82.500 Dollar. Schließt Bitcoin klar darüber, könnte das seiner Einschätzung nach bestätigen, dass der Kurs die frühere Handelsspanne tatsächlich verlassen hat.
Ein Kurs kann im Wochenverlauf kräftig steigen und anschließend wieder vollständig zurückfallen. Im Chart bleibt dann nur ein langer Docht zurück. Ein Wochenschlusskurs filtert solche kurzfristigen Ausschläge besser heraus.
Cowen blickt deshalb vor allem auf die Zone um die Hochs aus dem Mai. Solange Bitcoin darüber schließt, bleibt das technische Bild robust. Ein Rückfall unter diesen Bereich würde dagegen darauf hindeuten, dass der jüngste Anstieg womöglich erneut ein gescheiterter Ausbruch war.
Der Zeitpunkt ist bemerkenswert, weil Bitcoin zugleich mit einem schwierigen makroökonomischen Umfeld konfrontiert ist. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg in dieser Woche über 5 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit fast zwanzig Jahren.

Hinzu kamen starke US-PMI-Daten. Ein kräftigeres Wirtschaftswachstum verschafft der Federal Reserve mehr Spielraum, die Zinsen länger hoch zu halten oder erneut anzuheben.
Für Bitcoin ist das in der Regel keine ideale Kombination. Höhere Anleiherenditen machen sichere Anlagen attraktiver und erhöhen zugleich die Kapitalkosten.
Gerade deshalb fällt die aktuelle Kursentwicklung auf. Bitcoin handelt trotz steigender Zinsen weiter über dem früheren Widerstand. Auch andere Analysten sehen Spielraum für weitere Gewinne, auch wenn die Unsicherheit groß bleibt.
Michaël van de Poppe hält es etwa für möglich, dass die jüngste Korrektur bereits beendet ist, rechnet aber mit einem erneuten Test im Bereich von 81.000 Dollar.
Damit liegt die zentrale Zone für mehrere Analysten grob im selben Bereich.
Ein klarer Wochenschluss über 82.500 Dollar würde nicht automatisch bedeuten, dass Bitcoin direkt auf 100.000 Dollar steigt. Aus technischer Sicht würde damit aber ein wichtiger Widerstand wegfallen.
Ab diesem Punkt entstünde mehr Spielraum für eine weitere Bewegung in Richtung höherer Niveaus. In den kommenden Tagen geht es deshalb weniger um jede einzelne prozentuale Kursbewegung als vielmehr darum, wo Bitcoin am Sonntagabend letztlich schließt.
Bleibt der Kurs über dem alten Hoch, gewinnt das bullische Szenario deutlich an Gewicht. Fällt Bitcoin unter 82.000 Dollar zurück, bleibt die Debatte über einen gescheiterten Ausbruch vorerst offen.
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