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Strategy hat erneut eine Woche verstreichen lassen, ohne auch nur einen Bitcoin (BTC) nachzukaufen. Das Unternehmen von Michael Saylor verkaufte zwar eigene Aktien im Wert von mehreren Hundert Millionen Dollar, nahm die Mittel aber in die Kasse. Dieses Polster soll das Vertrauen in die Finanzierungsmaschine stärken, mit der der Bitcoin-Bestand im vergangenen Jahr kräftig ausgebaut wurde.
Strategy hat am Nachmittag mitgeteilt , dass das Unternehmen zwischen dem 13. und 19. Juli durch den Verkauf von mehr als 2,7 Millionen eigenen MSTR-Aktien 263,5 Millionen Dollar eingenommen hat. Davon wurden 225 Millionen Dollar genutzt, um die Dollarreserve auf 3,225 Milliarden Dollar auszubauen.
Es ist die vierte Woche in Folge ohne neue Bitcoin-Käufe. Das gab es seit Herbst 2024 nicht mehr.
All diese Schritte verfolgen ein Ziel: das Vertrauen in STRC zurückzugewinnen. Die Aktie brachte seit ihrer Einführung im vergangenen Jahr bereits mehr als 10 Milliarden Dollar ein. Mit dem Geld wurden fast 123.000 Bitcoin gekauft.
STRC ist eine Vorzugsaktie: Käufer erhalten keine Eigentumsrechte, dafür aber eine monatliche Dividende, derzeit 11,5 Prozent. Strategy gibt neue Papiere nur aus, wenn der Kurs nahe am Zielwert von 100 Dollar liegt, und passt die Dividende entsprechend an. Anfang vergangenen Monats geriet der Kurs jedoch stark unter Druck. Dadurch kam die Finanzierungsmaschine zum Stillstand.
Strategy will den Kurs aus eigener Kraft wieder in den Bereich von 99 bis 100 Dollar bringen. Derzeit notiert STRC bei 86 Dollar, nachdem die Aktie vor einigen Wochen noch bei 71 Dollar gestanden hatte.
Die verkauften Bitcoin füllten nach Zahlung der Dividenden die Dollarreserve auf. Diese Reserve wächst nun weiter, damit das Unternehmen die Ausschüttungen länger bedienen kann, ohne dafür möglicherweise Bitcoin verkaufen zu müssen. Solche Verkäufe hatten sich zuvor bereits als Problem erwiesen: Sie belasten den Kurs und damit das gesamte Modell, auf dem diese Kreditprodukte beruhen.
Mit der aktuellen Reserve deckt Strategy Dividendenverpflichtungen für rund 22 Monate ab. Das soll Anleger beruhigen. Anfang Mai reichte die Kasse noch für gut zweieinhalb Jahre an Verpflichtungen, doch dann wurde ein großer Teil für eine Schuldentilgung verwendet. Genau ab diesem Zeitpunkt häuften sich die Probleme bei STRC. Inzwischen hat dieses digitale Kreditprodukt für das Unternehmen Priorität
Nach der Mitteilung stieg STRC im vorbörslichen Handel um etwas mehr als 1 Prozent auf 86,31 Dollar. Auch MSTR legte in ähnlichem Umfang auf gut 96 Dollar zu. Bitcoin bewegte sich dagegen in die andere Richtung und gab leicht von rund 65.000 auf 64.500 Dollar nach.
Die Maßnahmen von Strategy sollen die Finanzierungsmaschine namens STRC letztlich wieder in Gang setzen. Dennoch werden die Kritiker lauter. Das Unternehmen gab in diesem Jahr Milliarden Dollar aus, als der Bitcoin-Kurs deutlich höher stand. Jetzt, da die Talsohle des Krypto-Winters in Sicht zu kommen scheint, hält es die Mittel zurück.
STRC hat für das Unternehmen inzwischen klar Priorität. Das bedeutet aber nicht, dass Bitcoin für Strategy an Bedeutung verloren hätte. Vielmehr soll das Produkt langfristig wieder ermöglichen, den Bitcoin-Bestand maximal auszubauen.
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