Die beliebte Spieleplattform Steam hat das Spiel BlockBlasters offline genommen. Das Spiel enthielt schädliche Software, die die Kryptowallets der Spieler leerte. Insgesamt verloren die Opfer mehr als 150.000 Dollar, darunter ein Streamer, der Geld für eine Krebsbehandlung sammelte.
Kostenloses Steam-Spiel entpuppt sich als Falle
BlockBlasters, ein kostenloses 2D-Plattformspiel von Entwickler Genesis Interactive, erschien Ende Juli auf Steam und erhielt schnell über 200 positive Bewertungen. Doch Ende August wurde heimlich eine sogenannte Kryptodrainer-Software hinzugefügt. Diese Software stahl automatisch Kryptowährungen von Spielern, die das Spiel installierten.
Der größte Schlag traf den lettischen Streamer Raivo Plavnieks (Rastaland.TV). Er, selbst schwer krank, verlor über 32.000 Dollar, die er für seine Krebsbehandlung gesammelt hatte.
Angriff über Streamer und Spearphishing
Nach Angaben von Sicherheitsforschern zielten die Täter auf Streamer ab. Diese erhielten Nachrichten mit dem Angebot, das Spiel gegen Bezahlung zu bewerben. In Wirklichkeit diente das Spiel nur als Malware, die Kryptowallets plünderte.
Das Sicherheitskollektiv vx-underground berichtete auf X, dass BlockBlasters nie ein legitimes Spiel war, sondern von Anfang an darauf ausgelegt war, Opfer zu betrügen.
Frühere Vorfälle mit Malware auf Steam
Steam entfernte BlockBlasters am 21. September. Es ist nicht das erste Mal, dass Malware auf der Plattform auftritt. Früher mussten auch Titel wie PirateFi, Sniper: Phantom’s Resolution und Chemia entfernt werden, weil sie Windows-Computer infizierten.
Warnung an die Spieler
Der Vorfall unterstreicht die Risiken beim Herunterladen unbekannter kostenloser Spiele. Experten raten Spielern, Rezensionen kritisch zu betrachten, verdächtige Links zu meiden und vorsichtig zu sein beim Verknüpfen von Kryptowallets oder anderen Zahlungsmethoden mit Spielen.
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