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SpaceX hat die Übernahme des KI-Start-ups Cursor im Wert von 60 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Damit kommt Elon Musks Unternehmen seinem Ziel näher, im Bereich künstliche Intelligenz zu Wettbewerbern wie OpenAI und Anthropic aufzuschließen.
Die Übernahme wurde am 14. August offiziell vollzogen, wie aus bei der Aufsicht eingereichten Unterlagen hervorgeht. SpaceX hatte den Deal bereits vor rund zwei Monaten angekündigt. Mit einem Kaufpreis von 60 Milliarden US-Dollar zählt die Transaktion zu den größten Technologieübernahmen überhaupt.
Cursor entwickelt KI-Software, die Programmierern hilft, schneller Code zu schreiben, Fehler zu finden und bestehenden Code zu bearbeiten. Der digitale Assistent wurde 2023 eingeführt und entwickelte sich binnen kurzer Zeit zu einem der am schnellsten wachsenden KI-Start-ups der Welt.
Mit der Übernahme sichert sich SpaceX nicht nur die Technologie von Cursor, sondern stärkt auch seine Position im lukrativen Markt für KI-Software. Immer mehr Programmierer nutzen KI, um Teile ihrer Arbeit zu automatisieren. Entsprechend schnell wächst die Nachfrage nach solchen Werkzeugen.
Für Musk ist das wichtig. Die KI-Sparte SpaceXAI hatte bislang vergleichsweise wenige Unternehmenskunden und setzte mehrere Umstrukturierungen sowie Entlassungsrunden um. Cursor soll dazu beitragen, das zu ändern.
Die Zusammenarbeit begann bereits, bevor die Übernahme endgültig abgeschlossen war. Im Juli veröffentlichten SpaceX und Cursor gemeinsam Grok 4.5. Das KI-Modell richtet sich unter anderem an Programmierung, Finanzanalysen und juristische Aufgaben. Nach Angaben beider Unternehmen ist es zudem günstiger im Einsatz als konkurrierende Modelle.
SpaceX hat sein Angebot seitdem weiter ausgebaut. So brachte das Unternehmen Grok Bot auf den Markt, bei dem mehrere KI-Agenten als digitales Team eigenständig verschiedene Aufgaben ausführen können. Außerdem erschien mit Grok 4.6 eine verbesserte Version des KI-Modells. Mit Cursor im eigenen Haus will Musk diese Entwicklung nun weiter beschleunigen.
SpaceX baut seine KI-Aktivitäten unterdessen auch auf anderen Wegen mit hohem Tempo aus. Das Unternehmen schloss Vereinbarungen im Milliardenvolumen mit Partnern wie Anthropic und Google, die auf die enorme Rechenleistung von SpaceX zurückgreifen.
Musk will jedoch nicht nur Infrastruktur für andere KI-Unternehmen bereitstellen. Bei einem Mitarbeitertreffen im August betonte er, dass SpaceX auch im Softwaregeschäft erfolgreich werden müsse. Die Übernahme von Cursor fügt sich genau in diese Strategie ein.
Nach Musks Einschätzung könnte dieser Wandel schneller kommen, als viele erwarten. Er rechnet damit, dass künstliche Intelligenz schon in naher Zukunft zur größten Einnahmequelle von SpaceX wird.
„Im September werden unsere KI-Umsätze höher ausfallen als alle übrigen Einnahmen von SpaceX zusammen“, sagte Musk bei dem Treffen.
Mit Cursor übernimmt SpaceX nun ein schnell wachsendes KI-Softwareunternehmen, das diese Ambition weiter vorantreiben soll. Zugleich verschärft Musk damit den Wettbewerb mit OpenAI und Anthropic – in einer Phase, in der der Markt für KI-Software rasant wächst.
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