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SK Hynix hat erneut starke Quartalszahlen vorgelegt, doch Anleger reagierten auffallend negativ. Obwohl sich der Umsatz mehr als verdreifachte und das operative Ergebnis mehr als sechsmal so hoch ausfiel wie vor einem Jahr, geriet die Aktie am Mittwoch deutlich unter Druck.

Damit dürften die Sorgen über die hohen Bewertungen im KI-Sektor weiter zunehmen.

SK Hynix gilt als wichtiger Gradmesser für die KI-Branche. Der südkoreanische Konzern zählt zu den größten Herstellern von Speicherchips für KI-Rechenzentren und beliefert unter anderem Nvidia. Die Zahlen zeigen, dass die Nachfrage nach KI-Speicher ungebrochen hoch bleibt. Für eine Beruhigung der Anleger reichte das dennoch nicht.

Rekordnachfrage nach KI-Chips, doch Wall Street verlangt mehr

Im zweiten Quartal stieg der Umsatz von SK Hynix im Jahresvergleich um 257 Prozent, während das operative Ergebnis um 557 Prozent zulegte. Der Konzern profitiert damit massiv von den weltweiten Engpässen bei High-Bandwidth Memory (HBM), jenen Speicherchips, die in KI-Prozessoren eingesetzt werden.

Dennoch blieben die Ergebnisse knapp hinter den extrem hohen Erwartungen der Analysten zurück. Das genügte, um eine deutliche Verkaufswelle auszulösen. Die Aktie verlor am Mittwoch in Seoul fast 20 Prozent und zog auch andere Chipwerte nach unten.

Analysten zufolge sagt die Marktreaktion vor allem etwas über die Stimmung aus. Anleger zweifeln zunehmend daran, ob sich die milliardenschweren Investitionen in KI am Ende auszahlen werden.

Investitionen in KI steigen weiter

Für SK Hynix selbst scheinen diese Sorgen kein Grund zu sein, das Tempo zu drosseln. Das Unternehmen rechnet in diesem Jahr mit Investitionen von rund 45 Billionen Won, umgerechnet gut 31 Milliarden Dollar. Das wären etwa 50 Prozent mehr als im Vorjahr.

Nach Angaben des Managements wird die Nachfrage nach KI-Speicher vorerst höher bleiben als das Angebot. SK Hynix schließt mehrjährige Verträge mit Großkunden ab und erwartet, dass die Nachfrage nach Speicherchips noch weit über 2030 hinaus stark bleibt.

Anleger blicken inzwischen jedoch über die aktuelle Nachfrage hinaus. Sie wollen vor allem Belege dafür sehen, dass die enormen KI-Ausgaben von Unternehmen wie Nvidia, Microsoft, Meta und Alphabet am Ende ausreichende Renditen bringen. Solange diese Unsicherheit besteht, können selbst Rekordzahlen wie die von SK Hynix zu wenig sein, um der KI-Rally neuen Schwung zu geben.

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