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Am 18. September entschied sich die US-Notenbank überraschend für eine kräftige Zinssenkung von 0,50 %. Warum? Der Arbeitsmarkt schien sich stark zu schwächen. Doch in der vergangenen Woche stellte sich heraus, dass der Arbeitsmarkt nach wie vor extrem robust ist. Hat die US-Notenbank einen Fehler gemacht? Und was bedeutet das für Bitcoin?
Zweifellos gibt es einige Zentralbanker in den Vereinigten Staaten, die sich ernsthaft Sorgen über die jüngsten Entwicklungen machen. Aufgrund der wahrgenommenen Schwäche auf dem Arbeitsmarkt im August und September entschied man sich plötzlich für eine ziemlich starke Zinssenkung.
Schon damals stellten einige Ökonomen diese Entscheidung in Frage, da die Wirtschaftsdaten insgesamt nicht so schlecht waren.
War dies eine Überreaktion der US-Notenbank? Darauf deutet vieles hin, denn in der vergangenen Woche stellte sich heraus, dass das Beschäftigungswachstum viel stärker war als erwartet und die Arbeitslosenquote ebenfalls sank, obwohl dies nicht prognostiziert worden war.
In der kommenden Woche stehen Reden von Mitgliedern der US-Notenbank an, und sie werden an diesem Wochenende wahrscheinlich sehr beschäftigt sein. Sie sind stark damit beschäftigt, sich auf Ausreden für die kräftige Zinssenkung vorzubereiten, die sie am 18. September beschlossen haben.
Meine Vorhersage: „Wir stützen unsere Zinspolitik nicht auf einen einzigen Datenpunkt.“
Das wird die Hauptbotschaft der Reden sein, mit der die US-Notenbank hofft, sich gegen mögliche Kritik an den Zinssenkungen abzusichern. Normalerweise ist die US-Notenbank vorsichtig, wenn Wahlen bevorstehen, da sie befürchtet, dass drastische Entscheidungen die Wahlen beeinflussen könnten.
Dieses Mal war das eindeutig nicht der Fall.
In diesem Zusammenhang steht eine äußerst wichtige Woche für Bitcoin bevor. Am Mittwoch werden die Protokolle der letzten Zinssitzung veröffentlicht, und wir können sogar nachlesen, inwieweit es Diskussionen über die Entscheidung gab, den Zinssatz um 0,50 % zu senken.
Dass es Diskussionen gab, zeigt sich bereits in dem „Dot Plot“, den die US-Notenbank am 18. September veröffentlichte. Darin geben alle einzelnen Mitglieder der Notenbank ihre Erwartungen für die zukünftige Zinspolitik ab.

Und was zeigt sich? Sieben Mitglieder der US-Notenbank erwarten nur noch eine Zinssenkung für das Jahr 2024, während neun Mitglieder auf zwei oder mehr Zinssenkungen setzen.
Wichtig: Dies geschah noch vor dem starken Arbeitsmarktbericht der vergangenen Woche. Diese Erwartungen werden sich inzwischen wahrscheinlich stärker in Richtung des Lagers verschoben haben, das nur noch eine Zinssenkung für notwendig hält.
Das ist übrigens kein schlechtes Zeichen für Bitcoin, da dies vor allem bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA gesunken ist. Das ist positiv, denn im August und September war die Angst vor einer Rezession noch deutlich größer.
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