Der Schweizer Politiker Samuel Kullmann arbeitet an einem bahnbrechenden Vorschlag, Bitcoin (BTC) offiziell in die Schweizer Verfassung aufzunehmen. Dieser ehrgeizige Plan, der von dem Krypto-Anwalt Dennis Porter enthüllt wurde, soll durch ein Referendum umgesetzt werden. Um dies zu ermöglichen, müssen innerhalb von 18 Monaten 100.000 Unterschriften gesammelt werden.
Ziel: Bitcoin als verfassungsmäßiges Element
Kullmanns Vorschlag zielt darauf ab, Bitcoin nicht nur als Finanzinstrument, sondern auch als verfassungsmäßig anerkanntes Gut zu positionieren. Dennis Porter, CEO des Satoshi Act Fund, drückte seine Begeisterung für den Plan aus: „Schon das Sammeln der Unterschriften wäre ein großer Schritt nach vorne, da es jedes kantonale Parlamentsmitglied dazu zwingen würde, sich mit Bitcoin auseinanderzusetzen.“
Die Schweizer Bundesregierung hat den Vorschlag inzwischen in die Bewertungsphase aufgenommen. Kullmann erkennt an, dass es eine Herausforderung sein wird, sieht jedoch Momentum in den aktuellen positiven Entwicklungen rund um Bitcoin.
Fokus auf Bitcoin-Reserven der Zentralbank
Gleichzeitig mit Kullmanns Vorschlag hat das Schweizer Bundeskanzleramt ein neues Gesetz vorgeschlagen, das die Schweizerische Nationalbank (SNB) verpflichtet, Bitcoin in ihre Währungsreserven aufzunehmen. Trotz des Drucks von Bitcoin-Befürwortern bleibt die Zentralbank skeptisch.
Thomas Jordan, Präsident der SNB, erklärte im April 2024: „Wir haben noch keine Entscheidung getroffen, in Bitcoin zu investieren, und dafür gibt es gute Gründe. Reserven müssen liquide, nachhaltig und leicht handelbar sein.“ Diese Haltung bleibt ein Hindernis, trotz der am 5. Dezember 2024 eingereichten Vorschläge.
Lugano als Beispiel für Akzeptanz
Trotz der Zurückhaltung der SNB hat die Schweiz bereits eine starke Grundlage für die Bitcoin-Akzeptanz geschaffen. In Lugano akzeptieren mehr als 260 Händler Bitcoin als Zahlungsmittel, und die Einwohner können ihre Steuern in BTC und Tether (USDT) bezahlen. Diese Initiativen zeigen, wie Bitcoin auf lokaler Ebene in das tägliche Leben integriert werden kann.
Ein langer Weg vor uns
Obwohl die Aufnahme von Bitcoin in die Verfassung und in die Reserven der SNB ehrgeizig ist, symbolisieren diese Initiativen die wachsende Akzeptanz von Bitcoin in der Schweiz. Der Erfolg von Kullmanns Plan hängt von der Unterstützung der Schweizer Bevölkerung und der Bereitschaft der Gesetzgeber ab, eine führende Rolle bei der globalen Krypto-Akzeptanz zu übernehmen. In der Zwischenzeit bleibt die Schweiz ein wichtiger Pionier in der Krypto-Welt.
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